Neues Fahrzeug : Linnau hat ein E-Mobil

Marianne Brodersen und Mario Neumann sind sehr zufrieden mit dem neuen Dörpsmobil.
Marianne Brodersen und Mario Neumann sind sehr zufrieden mit dem neuen Dörpsmobil.

Das Auto konnte nun der Bevölkerung vorgestellt werden und wurde auch gleich von vielen Probe gefahren.

shz.de von
31. Juli 2018, 12:56 Uhr

Linnau ist mit 110 Haushalten sicherlich das kleinste Dorf im Nordwesten des Kreisgebietes, das über einen Verein zur E-Mobilität und nun auch über ein E-Mobil verfügt. Das Auto konnte nun der Bevölkerung vorgestellt werden und wurde auch gleich von vielen Probe gefahren. Vereinsmitglied Marianne Brodersen ist begeistert von dem Auto, das sie nun erstmals fahren konnte. „Für meinen Mann und mich ist dieses Carsharing die ideale Möglichkeit, um einen Zweitwagen zu ersetzen. Gerade hier, wo fast alles mit dem Auto erledigt werden muss.“

Linnau ist ohnehin ein Zentrum regenerativer Energien. Fast der gesamte Wärmebedarf des Dorfes wird mit eigener Biomasse abgedeckt, 13 Windkraftanlagen und viele private Photovoltaikanlagen könnten das Dorf vielfach autark versorgen. Vor diesem Hintergrund war die Entwicklung dieses Vereins, vorangetrieben durch den 1. Vorsitzenden Peter Jepsen, mehr als konsequent. Auf seinem Grundstück neben dem Feuerwehrhaus steht zentral die Ladesäule.

Bereits kurz nach Gründung in diesem Frühjahr hatte der Verein 20 Mitglieder. Dabei wurde man von der Gemeinde Lindewitt unterstützt, die die recht hohen Aufwendungen für die Vereinsgründung getragen hat. Neben anderen Sponsoren engagiert sich hier auch der ortsansässige Windpark, der die Stromkosten für das Fahrzeug übernimmt. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Euro im Jahr, die Nutzung des Fahrzeugs kostet 2,50 Euro pro Stunde. Derzeit ist eine Buchung nur nach Anfrage möglich. Es ist geplant, dies demnächst online zu ermöglichen. Wie vom stellvertretenden Vorsitzenden Mario Neumann zu erfahren war, möchte man eine gemeinsame Internet-Plattform in Kooperation mit dem Projekt „Dörpsmobil“ im Kirchspiel Medelby und gern auch mit dem Verein „Wir machen e-mobil“ von Schafflund, Nordhackstedt und Hörup nutzen.



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