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Parken in Flensburg : Licht ins Dickicht der Parkgebühren

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Trotz eines weit verbreiteten einheitlichen Stundentarifs kann man durch umsichtiges und gezieltes Parken einige Euro sparen

shz.de von
erstellt am 31.Dez.2016 | 06:15 Uhr

„Moin. Wie lange wollen Sie parken?“ An manchen Tagen stellt der Parkwächter diese Frage mehrere hundert Mal. Der kleine Parkplatz hinter C&A ist einer der letzten „handbetriebenen“ in der Stadt; bezahlt wird vorab nach geschätzter Parkzeit, wer überzieht, muss nachzahlen. Stammkunden schätzen den Platz wegen der offenen Lage und dem direkten Kontakt zum Betreiber, der manchmal sogar Zeit für einen kurzen Schnack hat.

Parken in der Innenstadt – ein Dauerthema in der öffentlichen Diskussion. Kunden und Autofahrer beklagen die Kosten und manchmal auch fehlenden Plätze, der Einzelhandel geht auf die Barrikaden, sobald die Stadt die Stellplätze an der Schiffbrücke in Frage stellt. Gratis parken in der Innenstadt ist tagsüber so gut wie unmöglich, doch von der Exe, wo das Parken seit jeher nichts kostet, sind es nur ein paar Minuten zu Fuß bis zum Südermarkt. Zurück geht’s allerdings bergauf!

Also weichen die meisten Autofahrer auf gebührenpflichtige Stellplätze aus. Doch was kostet das Parken in Flensburg? Beim schnellen Hinsehen überall gleich viel, doch es gibt spürbare Unterschiede. Grob gesehen kostet die Stunde meist 1,50 Euro, doch einige Betreiber erschweren durch ihre Preisgestaltung die Hochrechnung auf andere Zeitspannen. So kosten in der Holmpassage 45 Minuten einen Euro, nebenan in der Flensburg-Galerie sogar 1,20 Euro. Wer hier besonders lange parken möchte, muss aufpassen: Ab der vierten Stunde zahlt man 2,20 Euro pro angefangener Stunde.

Wer nur ganz schnell etwas erledigen möchte, kann am Rathaus parken und zahlt für eine viertel Stunde 50 Cent; bleibt er nur eine Minute länger, schlagen jedoch 1,50 Euro zu Buche, der Stundentarif. An der Speicherlinie (Parkhaus Große Straße) und hinterm Bahndamm (Mauseloch, Wilhelminenstraße) kann man für 80 Cent immerhin eine halbe Stunden parken.

Das Parkhaus Rote Straße bietet einen Abendtarif an, ebenso die Flensburg-Galerie. Besucher des Deutschen Hauses schätzen den Platz hinter C&A, da man hier abends nicht zahlen muss. „Aber bis 20 Uhr sind wir da!“, sagt Betreiber Helge Stegelmann, dessen Familie diese stadtbekannte Fläche seit rund 30 Jahren bewirtschaftet. „Ich komme morgens um sechs, und dann mache ich hier erstmal sauber“, sagt Stegelmann. Viele seiner Stammkunden kommen aus Nordfriesland, doch auch Handwerker und Marktbeschicker stellen ihre Lieferwagen hier gern ab.

Etwas versteckt hinter dem Ärztehaus am Zob liegt ein weiterer privat betriebener Platz, doch hier finden nur rund 25 Autos Platz. Auch hier gilt der Einheitspreis von 1,50 Euro pro Stunde; kleines Extra: Bei Veranstaltungen im Borgerforeningen kann man Plätze reservieren.

Durchweg am günstigsten sind die Stellplätze im öffentlichen Raum, die von der Stadt bewirtschaftet werden. Hier gilt die Faustregel „Eine Stunde – ein Euro“. Noch billiger ist es, mit dem Fahrrad zu kommen; bislang sind alle Plätze in der Stadt gratis, sogar der Abstellraum im neuen Karstadt-Parkhaus, das mittlerweile tagsüber geöffnet ist.

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