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Flensburger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 16:22 Uhr

Tarp : „Licht am Ende des Tunnels“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Kassenlage des TSV Tarp erholt sich allmählich. Der größte Verein der Gemeinde bietet elf Sparten an.

Tarp | Zur Jahresversammlung des TSV Tarp waren 33 von insgesamt 1263 Mitgliedern erschienen. Nach einer Durststrecke durch die Insolvenz der ersten Männermannschaft der HSG Tarp-Wanderup sei finanziell jetzt „Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen, sagte der Vorsitzende Horst Lorenzen. Die Gesamtausgaben betrugen 292  924 Euro, die Einnahmen 284  765 Euro. Das Minus von 8159 Euro entspreche ziemlich genau der Summe, die für die letzte Rate aus der Insolvenz aufzuwenden war, so Lorenzen. Der Verein bietet in elf Sparten Sportangebote an. Die Stunden leiten zwei hauptamtliche Sportlehrer und 70 qualifizierte Übungsleiter.

Im ersten Jahr nachdem Dieter Weide den Vorsitz abgegeben hat, stellte der neue Vorstand fest, dass die Führung des größten Vereins in der Gemeinde Tarp „kein Feierabend-Job“ ist. Ohne externe Fachleute wie Steuerberater oder Fachanwälte seien die Aufgaben kaum noch zu bewältigen, hieß es. Dies sei jedoch naturgemäß mit Kosten verbunden. Aufwendige Antragsverfahren ließen die ehrenamtlich Tätigen aber beinahe verzweifeln.

Immerhin: Das Thema „Sport für Flüchtlinge“ sei gut gelöst, in den verschiedenen Sparten seien sie integriert. Mehr als 20 Flüchtlinge nehmen demnach regelmäßig an Sportkursen teil. „Es gibt überhaupt keine Probleme. Die sind super angepasst“, sagte der Vorsitzende.

Für die Unterstützung dankte der Vorstand der Gemeinde. „Wir wenden jedes Jahr 80  000 Euro für die Sportunterstützung auf“, erwiderte Bürgermeister Peter Hopfstock. Er schätze die Arbeit des Sportvereins und wisse, was das für das Allgemeinwohl bedeute.

Ein Dank ging auch an den Schulverbandsvorsteher Hans-Werner Johannsen, dafür, dass die drei Treenehallen und das Sportgelände an der Schule dem Verein kostenfrei zur Nutzung überlassen werden. „Wir haben für die Renovierung der Hallen und der Sanitärräume in den vergangenen Jahren mehr als 500  000 Euro investiert“, erklärte Johannsen. In nächster Zeit müssten noch die Hallenböden erneuert und der Grandplatz überarbeitet werden.

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden der zweite Vorsitzende Ralf Windzio und der Kassenwart Werner Geertz einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Werner Geertz erklärte, dass dies nach dann 28 Jahren als Kassenwart seine letzte Amtszeit werden soll. Schriftführer Olaf Worm kandidierte nicht wieder. Da sich niemand bereitfand, diesen Posten zu übernehmen, muss in Zukunft der Vorstand die Protokolle selbst schreiben.

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