zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 16:13 Uhr

Liefertag : Letzter Schliff für FSG-Neubauten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nächster Stapellauf am 12. Juni – vorher werden „Amazon Warrior“ und „Rolldock Storm“ an die Kunden ausgeliefert

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2014 | 09:30 Uhr

Die Zeiten der qualvollen Enge an der Werftpier gehen dem Ende entgegen. Drei Neubauten wurden in den vergangenen Wochen am Ausrüstungskai für Erprobung und Auslieferung vorbereitet – ab der nächsten Woche wird sich das Trio langsam auflösen: Das Forschungsschiff „Amazon Warrior“ soll in der Himmelfahrtswoche abgeliefert werden, das Dockschiff „Rolldock Star“ folgt laut Fahrplan am 11. Juni und Anfang Juli soll sich die „Loch Seaforth“ auf den Weg nach Stornoway machen, und von der Hebrideninsel aus den Fährdienst mit dem schottischen Ullapool aufnahmen.

Es wird aus verschiedenen Gründen höchste Eisenbahn. Am meisten drängt im Fahrplan der 12. Juni. Das ist der unaufschiebbare Termin für den Stapellauf des zweiten Forschungsschiffs, das die Flensburger Werft für den Londoner Auftraggeber Western Geco vom Stapel lässt. „Vier Schiffe, das verkraften wir nicht“, sagt Frauken Maier, Assistentin der FSG-Geschäftsführung.

„Rolldock Star“ und „Amazon Warrior“ sind nach Angaben Maiers aber bereits seit einigen Tagen in der Erprobung. Gestern früh machte sich das für die Exploration von Ölfeldern spezialisierte Schiff zum zweiten Mal auf den Weg in den kleinen Belt. Eigentlich hatte „Amazon Warrior“ bereits im April auf einer Offshore-Messe in London präsentiert werden sollen – aber dann gab’s Probleme mit dem Antrieb, die jetzt offenbar behoben sind.

Für FSG-Chef Peter Sierk sind das ärgerliche Probleme, denn die Werft hatte bislang stets durch Überpünktlichkeit geglänzt. Im Januar hatte Sierk eingeräumt, dass der Übergang vom schnellen Serienschiffbau zum maßgeschneiderten Spezialschiffbau mit einigen Unwuchten über die Bühne gegangen war. „Wir haben sechzig neue Ingenieure integriert und wir haben gleichzeitig fünf Prototypen angefasst. Wir müssen die Zeit jetzt nutzen, um unsere Abläufe zu hinterfragen“, hatte Sierk selbstkritisch eingeräumt. Ärger bereitete in dieser Übergangsphase der Antrieb. Im Großserienbau konnte der Betrieb von der Stange kaufen, die hochkomplexen Spezialschiffe für die niederländische Rolldock-Reederei aber benötigten maßgeschneiderte Lösungen. „Wir brauchen auch eine bessere Qualitätskontrolle der Zulieferteile, die außerhalb der Großserienfertigung ebenfalls mehr Aufmerksamkeit benötigen“, so Sierk.

Die „Amazon Warrior“ wird in Flensburg als seetüchtiges Schiff mit komfortablen Quartieren für längere Offshore-Einsätze verlassen. Für ihre spezielle Aufgabe, die Vermessung von Ölfeldern, wird sie in Bremerhaven noch mit Elektronik und Spezialgerät ausgestattet – danach steht die erste Langfahrt an. Die erste Einsatzfahrt führt in den Südatlantik.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert