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Glücksburg : Letzte Sitzung - schnelle Beschlüsse

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Nach nicht einmal einer halben Stunde waren Glücksburgs Stadtvertreter mit dem öffentlichen Teil durch. Flensburg hilft bei Büchereileitung aus.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 07:20 Uhr

Glücksburg | Schneller geht es nicht. Innerhalb von 20 Minuten hatten die Stadtvertreter Glücksburgs den öffentlichen Teil der Sitzung mit 17 Tagesordnungspunkten abgehakt. Es war für sie die letzte Sitzung dieser Legislaturperiode, die am 31. Mai - nach den Kommunalwahlen am 26. Mai - endet. Jährlich beschließen die Volksvertreter ihre Sitzungszeit mit einem Umtrunk.

Doch bevor der in lockerer Runde genossen werden konnte, vergaben die Fraktionsvertreter Aufträge zur Erneuerung der Fenster und Außenfassade der Schule Am Kegelberg. Die Firma Kuck aus Westerstede wird die Türen und Fenster der Grund- und Förderschule für 288 300 Euro erneuern. Die Firma IHB aus Potsdam will zu einem Preis von 174 886 Euro für eine neue Außenfassade sorgen. Die Betriebe hatten jeweils das niedrigste Angebot vorgelegt oder es durch einen Preisnachlass zum niedrigsten Angebot gemacht.

Da eingangs das Thema Bücherei von der Tagesordnung genommen worden war, wollte Michael Puls von den Freunden und Förderern der Stadtbücherei Glücksburg wissen, ob der Betrieb der Einrichtung und die Nachfolge der bisherigen Leiterin Sabine Jülich denn geregelt seien. Jülich hatte nach nur wenigen Monaten wieder gekündigt. Bürgermeisterin Dagmar Jonas konnte verkünden, dass ein Mitarbeiter der Stadtbibliothek Flensburg bereit sei, für ein Jahr die Leitungsfunktion zu übernehmen. Möglicherweise läuft ein Zeitvertrag des oder der Bibliotheksangestellten in Flensburg aus.

Von der Tagesordnung war auch die Vorlage des 1. Nachtragshaushalts genommen worden. Die Vorsitzende der Stadtvertretung, Bürgermeisterin Jonas, erklärte, neue Entwicklungen machten einen Beschluss unnötig. Die Entscheidung hängt mit dem Bewirtschaftungswechsel am Sandwig-Strand zusammen. Die Stadtvertreter segneten den Pächterwechsel des bisherigen Betreibers Jan Festersen zum Strandhotel ab und auch eine geplante Erweiterung des gastronomischen Bereichs dort durch das Strandhotel. Die Vertragsabschlüsse hatten sich verzögert. Vor einiger Zeit hatte Stadtrat John Witt dazu erklärt, dass noch Details zu verhandeln seien. Derzeit werden die abschließenden Entwürfe nach Aussage der Bürgermeisterin von Juristen geprüft.

Eine Bilanzsumme von gut zwei Millionen Euro weist der Jahresabschluss des Wasserwerks Glücksburg für 2011 aus. Bei 495 081 Euro Umsatz machte der Betrieb einen Jahresgewinn von 66 119 Euro und liegt damit über dem Vorjahresgewinn von 49 200 Euro.

Bürgermeisterin Dagmar Jonas berichtete von einem angenehmen Nachbarschaftstreffen mit Langballig. Sie informierte zudem über Veränderungen bei der Nutzung des Disco-Taxis. Um Kosten zu senken, müssen Benutzer sich seit einiger Zeit vorher anmelden. "Das hat sich bewährt. Nach einigen Monaten sind die Rechnungsbeträge deutlich niedriger geworden." Ob die Nutzungszahlen gleich geblieben oder wohlmöglich gesunken sind, teilte die Bürgermeisterin nicht mit.

Alle fünf Jahre muss die Stadt Glücksburg laut Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) Schöffinnen und Schöffen empfehlen. Der Präsident des Landgerichts bestimmt die Zahl von Haupt- und Hilfsschöffen. In der Vorschlagsliste möchte er mindestens doppelt so viele Personen sehen, in Glücksburg sind das mindestens neun Personen. Die Stadtvertreter nahmen deutlich mehr, nämlich 15 Personen in die Vorschlagsliste für die Amtsperiode 2014 bis 2018 auf. Sie schlagen damit Kathrin Bornhöft, Sven Bossen, Ralf Harthun, Elisabeth Kölling, Meike Annika Kolberg, Klaus-Dieter Labs, Peter Lützen, Marianne Michl, Petra Gisela Mühle, Michael Paul Christian Nennstiel, Michael Dieter Puls, Burkhard Repenning, Ute Beate Witt und Ute Sabine Wittenbecher als Schöffen vor. Burkhard Repenning hatte vor der Abstimmung den Raum verlassen, da er einer der gelisteten Schöffenanwärter ist.

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