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Flensburger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 15:08 Uhr

Literaturboot Flensburg : Lesungen im Laderaum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Geschichten für Groß und Klein – auf Schatzsuche mit Störtebeker-Forscher Jörgen Bracker

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2014 | 07:53 Uhr

Das Literaturboot-Festival ist schon im vollen Gange, wenn heute die Autorin Mareike Krügel ab 17 Uhr im Laderaum der „Gesine“ aus ihrem Buch „Die Tochter meines Vaters“ liest – und das auch noch zum ersten Mal beim Festival über Kreuz mit ihrem Partner Jan Christophersen.

Das zweite Bücherfestival im Historischen Hafen läuft noch bis Sonntag – und alle Autoren haben eine Affinität zum Meer (wir berichteten). Das wird heute Abend besonders deutlich, wenn Jörgen Bracker, langjähriger Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte und renommierter Störtebeker-Forscher, aus seinem Roman „Zeelander“ über die letzte Reise Störtebekers liest und der etwas andere Shantychor „Schippratz“ von der Insel Wangerooge dazu Seemannslieder singt. Bracker präsentiert darüber hinaus heute ab 15 Uhr im Stunden-Takt vor der „Gesine“ Abbildungen des Oldenburger Wunderhorns, beantwortet Fragen und erzählt die Geschichte von Störtebekers Seeräuberschatz.

Für eine Lesung am Sonntag ab 11 Uhr in der „Gesine“ reist reist Ann Rosman, Autorin der Marstrand-Krimis, sogar aus Schweden an. Aus ihren Büchern liest Christianne Nölting, die Autorin erzählt Einiges auf Englisch.

Auch die Kinder kommen nicht zu kurz, etwa heute ab 16 Uhr und am Sonntag ab 14 Uhr bei Nicole Bernard, die an Bord der „Alexandra“ Geschichten aus ihren Kinderbüchern rund um die „Kleine Seenadel“ für Kinder zwischen drei und zehn Jahren spielt. Am Sonntag ab 15.30 Uhr laufen im Laderaum der „Gesine“ etliche skurrile Lebenslinien zusammen – und zwar bei einer Lesung aus einem der Kinderbücher der britischen Autorin Julia Jones. Mit ihr kommt ein geheimnisvoller Hauch von Geschichte an die Schiffbrücke. Denn über sie führt die Spur in eine abenteuerliche Vergangenheit. Jones schreibt in der Tradition des britischen Schriftstellers Arthur Ransome, schon im wirklichen Leben eine geradezu sagenhafte Gestalt. Ransome, der mit seinen Kinderbüchern „Swallows and Amazons“ bekannt wurde, lebte Anfang des 20. Jahrhunderts als Korrespondent des britischen „Guardian“ in der Sowjetunion. Er spielte Schach mit Lenin und verliebte sich in Trotzkis Sekretärin, die er später heiratete. Bis heute wird ihm nachgesagt, er sei als Doppelagent für die Sowjetunion und den Geheimdienst ihrer Majestät tätig gewesen. Jones entdeckte den großartigen Erzähler, als ihre Familie in den Besitz eines der Segelboote von Ransome gelangte – die „Peter Duck“. Offenbar inspirierte das Boot sie, ebenfalls Kinderbücher in der Tradition des Vorbesitzers zu schreiben. Martin Schulz, Geschäftsführer des Museumshafens, berichtet über Ransome, danach liest Tarweed aus „Das salzbefleckte Buch“, erster Teil einer Trilogie für Segelabenteuerkinder von Julia Jones.

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