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Medien-Kompetenz : Lehramtsstudenten lernen Redaktionsalltag kennen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Studenten der Uni Flensburg lernen, wie man Zeitung und Tablets im Unterricht einsetzen kann.

Flensburg | Filmfestspiele in Cannes, Hagelchaos auf der A7 oder doch lieber die neuesten News über Jogis WM-Kader? Aus der Flut von Nachrichten jeden Tag das wichtigste herauszufiltern, ist nicht leicht. Das mussten auch neun Lehramtsstudenten der Universität Flensburg feststellen. Bei einem Blockseminar zum Thema Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche durften sie einen Tag lang Redakteur spielen und im Verlagsgebäude des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (sh:z) die nächste Ausgabe des Flensburger Tageblatts gestalten.

Zumindest theoretisch. Beim anschließenden Besuch der Redaktionskonferenz konnten die Redakteure in spe ihre Themenauswahl mit der der Profis vergleichen. Und bewiesen ihr Gespür für aktuelle Themen. „Die meisten Sachen hatten wir auch auf der Liste“, sagte Mathe- und Germanistik-Studentin Lisa Kloth-Elias nach der Konferenz. „Die Studenten sollen dabei lernen, wie Nachrichten gewichtet werden“, sagte sh:z-Projektleiter Georg Konstantinow, der das Blockseminar betreute.

Neben dem Ausflug in die Zeitungswelt stand für die Studenten auch eine ganze Reihe von Vorträgen an der Flensburger Uni auf dem Programm – von Medienprojekten wie Zeitung in der Kita bis hin zum Einsatz von Tablet-PCs im Unterricht. Themen, die für viele Teilnehmer nicht neu waren. „Ich habe das Projekt Zisch – Zeitung in der Schule bei einem Praktikum erlebt“, erzählte Studentin Tina Glindemann. Von der Umsetzung war sie allerdings wenig begeistert. „Die Zeitung wurde in der Pause einfach auf den Tisch geworfen und die Schüler damit alleingelassen.“ Ähnliche Erfahrungen hat auch Kloth-Elias gemacht. Die 21-Jährige liest fast jeden morgen die Zeitung auf dem Tablet und kann sich noch gut an das Zisch-Projekt in ihrer Schulzeit erinnern. „Wir hatten manchmal eine dreiviertel Stunde Zeit, um einen ellenlangen Artikel zu lesen. Das war oft ziemlich langweilig.“

Umso erstaunter waren beide nach dem Seminar darüber, dass Medien im Unterricht alles andere als langweilig sein müssen. „Das Thema Zisch sehe ich jetzt mit ganz anderen Augen. Ich habe gelernt, dass Zeitung ein sehr sinnvolles und spannendes Thema in der Schule sein kann, man muss nur wissen wie“, resümierte Kloth-Elias. Auch für Tina Glindemann ist das Thema Zeitung und Tablet in der Schule jetzt viel greifbarer. „Ich kann mir gut vorstellen, so ein Projekt später in den Unterricht einzubauen, weil es sehr viele Möglichkeiten bietet, die Kinder zum Lesen zu animieren und neugierig auf neue, aktuelle Themen zu machen.“

Vollgepackt mit neuen Ideen entwickelten sie Möglichkeiten, wie sie das Tablet mittels Apps später im Unterricht einsetzen könnten. Mit einer Foto-Love-Story in Deutsch, einem Mathe-Song über geometrische Formeln oder selbst erstellten Klima-Diagrammen macht Schule schließlich gleich doppelt so viel Spaß.

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