Buntes Fest : Lebendige Norderstraße

Sonniges Vergnügen: Anwohner und Besucher genießen die entspannte Stimmung und das gute Wetter.
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Sonniges Vergnügen: Anwohner und Besucher genießen die entspannte Stimmung und das gute Wetter.

4. Straßenfest brachte bei herrlichem Wetter wieder viele Menschen miteinander ins Gespräch

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02. September 2018, 18:32 Uhr

Die Norderstraße, wie sie singt und trinkt, wie sie tanzt und lacht. Die Norderstraße bei Sonnenschein. Das 4. Straßenfest bildete gestern einmal mehr das bunte und pralle Leben in dem Wohnquartier ab. In gewohnt lockerer Atmosphäre demonstrieren Anwohner und Gewerbetreibende Ideenreichtum und Geschlossenheit.

„Hier ist was los, das finden wir famos“, wird von den „Singing Swinging Sisters“ geschmettert. Genau das scheint das Motto zu sein, das am Sonntag zu allen erdenklichen Aktivitäten einlädt. An vielen kleinen Ständen gibt es selbstgemachte Marmeladen, Bücher, Spielzeug und Kleidung zu kaufen, es dudelt gediegene Musik und der Bücherbus lädt unter einem Sonnensegel zum Verweilen ein.

Und während es vor dem Aktivitetshuset beim Dosenwerfen, Rutschen und Im-Wasser-Spielen für die Kinder ordentlich zur Sache geht, können sich Ruhesuchende an einem der vielen bunten Tische niederlassen, die alle paar Meter an der Bordsteinkante stehen. Bei Kaffee, Kuchen oder kleinen Häppchen kommen so Anwohner, Besucher und Quartiersfreunde ins Gespräch, mal auf Deutsch, mal auf Dänisch oder auch mit Händen und Füßen – aber Spaß haben sichtlich alle miteinander.

Pünktlich um zwölf wird es dann ganz schön eng in der „KulturLücke“: Torge Korff, Leiter des Kulturbüros, eröffnet den Raum für interkulturelle, generationenübergreifende und inklusive Kunstprojekte. „Kultur wird nicht geplant“, so Korff, deshalb bräuchte man „Mut zum Risiko und eben auch Mut zur Lücke.“ Einen Multifunktionsraum wollen sie schaffen, sagt Kulturpädagogin Nicola Kochhafen über die hellen Räumlichkeiten. „Wir möchten gerne mit Menschen zusammen sein und arbeiten“, stellt sie die Idee der „KulturLücke“ vor. Und bevor selbstgebackene Muffins genascht werden dürfen, die Gruppe DjangoPhonix spielt und die Stimmung ausgelassen wird, lobt Stela Korljan noch das Quartier: „Wir habe nicht nur unser Können, sondern auch das Interieur mit eingebracht.“ Sie setzt auf Synergien und gemeinsame Projekte der Kulturschaffenden in der Straße. „Es ist großartig, wie sich alle in der Norderstraße zusammentun, ohne in Konkurrenz zu stehen. So sollte die Welt laufen!“

Die Besucher stimmen ihr mit Beifall zu und können sich nun den vielen Programmpunkten zuwenden, den die Eröffnung in petto hat: Eine „Geldsegen-Theateraktion“ gibt es da, bei der Scheine vom Himmeln regnen, die Druckerrolle ist in Betrieb, geschminkt wird, wer geschminkt werden möchte und an der Säule werden Zettel mit Wünschen und Erwartungen an das Kulturprojekt gesammelt. Und wer darauf keine Lust hat, kann Buttons mit dem bekannten „Moin“-Schriftzug beim Flüchtlingshilfe Flensburg e. V. kreieren, die Hüfte beim Hula Hoop schwingen oder all den Bands auf der Bühne am Nordertor lauschen. Tanzen ausdrücklich erlaubt!

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