Steinbergkirche : Leben, lernen, putzen und beten im Konficamp

Gemeinsam mit Kunstschmiedemeister Charly Munnecke (hinten, 4.v.r.), Pastor Jörg Jeske (2.v.r.) und Teamerin Jana Wicknig (r.) stellen die Konfirmanden das Camp-Kreuz auf.
Gemeinsam mit Kunstschmiedemeister Charly Munnecke (hinten, 4.v.r.), Pastor Jörg Jeske (2.v.r.) und Teamerin Jana Wicknig (r.) stellen die Konfirmanden das Camp-Kreuz auf.

Für 200 Konfirmanden wird das Lager an der Ostsee für eine Woche zur Heimat.

shz.de von
08. August 2018, 12:15 Uhr

Steinbergkirche | „Bettenwechsel“ im Konficamp von Neukirchen: Am heutigen Mittwoch machen 190 der jungen Teilnehmer und ihre Teamer „klar Schiff“ und reisen nach einwöchigem Aufenthalt ab. Morgen kommen 200 neue Teilnehmer mit ihren Teamern. Auch für sie soll das Konficamp eine Woche lang zur zweiten Heimat werden, zu einer Stätte kirchlichen Lebens, zu einer Gemeinschaft, in der jeder so wie er ist, angenommen wird, dabei Schwächen haben darf, aber auch seine Stärken zeigen kann.

Was 2009 als Experiment im Bereich der Konfirmandenarbeit begann, hat sich zum größten Zeltlager des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg entwickelt – mit einer modernen, jugendnahen und zeitgemäßen Gestaltung. „Miteinander lernen und leben, Freizeit gemeinsam gestalten und einen Alltag erleben, der immer wieder Angebote macht, Kirche und Gott neu kennen zu lernen“, sagt der für die Organisation zuständige Pastor Jörg Jeske aus Oeversee, im Kirchenkreis zuständig für die Konfirmandenarbeit.

„Sieben Tage einfach leben – in guter Gemeinschaft miteinander und mit Gott“, so lautet auch in der zweiten Konficamp-Woche das Motto. Dazu gehören Unterricht, aber auch viele Freizeitangebote und auch Putzen ist angesagt. Höhepunkt eines jeden Tages sind die abendlichen Andachten in der direkt an der Ostsee gelegenen Kirche. Dann wird gemeinsam gesungen und sich auch der gemeinsamen Stille hingegeben. Und das genießen die Jugendlichen.

Sie kommen aus allen Teilen des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg: aus Böel, Norderbrarup, Süderbrarup, Steinberg, Sörup, Haddeby, St. Nicolai Flensburg, Quern-Neukirchen, Esgrus, Sterup, Wanderup, Harrislee und Medelby. Hinzu kommen die Teamercard-Ausbildung des evangelischen Jugendwerkes, eine inklusive Theater- und eine Bandgruppe. „Das Konficamp trägt Früchte“, umreißt Jeske die Entwicklung. So wächst die Zahl der Besucher der Open-Air-Gottesdienste ständig – in der ersten Woche waren es diesmal 575, wobei ein ganz besonderer Höhepunkt die Taufe von 14 Konfirmanden war. Was den Pastor zusätzlich freut, ist die Tatsache, dass ehemalige Teilnehmer als Teamer zum Konficamp kommen und auch nach einer beruflichen Ausbildung das Camp unterstützen.

Wie sehr das Konficamp die Teilnehmer prägt, verdeutlicht Jeske am Beispiel von Christian Lange und Linda Heiss, von Anfang als Teamer dabei: Beide gehören zu den Synodalen des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg, die ihre Kirche mitgestalten wollen.

Dass das Konficamp zu einer Heimat geworden ist, wird an Jana Wicknig deutlich. Auch sie ist eine Teamerin der „ersten Stunde“ und hat diesmal ihren sechs Monate alten Sohn Noah Nikolai mitgebracht. Für die Mutter war aus alter Verbundenheit zum Konficamp klar, dass ihr Kind mit Ostseewasser getauft wird – natürlich in Neukirchen. Und mit dabei ist erneut Kunstschmiedemeister Charly Munnecke aus Struxdorf. Er und Jörg Jeske kennen sich viele Jahre und deshalb bietet Munnecke an, mit den Konfirmanden zu schmieden. So ist wieder ein großes Camp-Kreuz entstanden, in das Plaketten mit den Namen der Teilnehmer eingelassen sind. Selbstverständlich halfen die Konfirmanden und Teamer dabei, das Kreuz aufzurichten. Das Kreuz der heute zu Ende gehenden Woche wird, wie schon die Jahre zuvor, in einer der am Camp teilnehmenden Kirchengemeinden aufgestellt.

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