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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 01:50 Uhr

Ostufer : Lautrupsbach bleibt unter der Erde

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Promenade zwischen Klarschiff und Hafenkante wird bis Himmelfahrt durchgehend mit Klinkern gepflastert.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 07:58 Uhr

Am Ballastkai wird wieder gebaut. Die Promenade vor dem Hafenhaus „Klarschiff“ wird seit Beginn der Woche mit dem gleichen gelben Klinker gepflastert, der auch vor dem benachbarten Fischhändler und den Werftkontor-Häusern liegt. Die Arbeiten sind auf drei Wochen terminiert, sagte Ralf Leese, Sprecher des Technischen Betriebszentrums. Zur Rum-Regatta Ende Mai soll alles fertig sein. Bis dahin soll die Anfang der Woche eingerichtete Sperrung wieder aufgehoben sein.

Damit nimmt die Stadt endgültig Abschied von der Idee, den Lautrupsbach, der unter dem Haus hindurch in den Hafen fließt, auf seinen letzten Metern freizulegen. Das sei noch im Jahr 2009 Bestandteil der Planung gewesen, bestätigte auf Anfrage Stadtsprecher Thomas Kuchel. Der Bach sollte von der Gebäudekante an in einem offenen Bett aus Stein oder Beton verlaufen und sechs Meter weiter westlich in den Hafen münden. Über dieses kurze Stück Lautrupsbach hätte dann eine Brücke geführt.

„Diese Planungen haben sich aber im Laufe des Verfahrens verändert, so dass der Bach nun verrohrt in den Hafen mündet“, teilte Kuchel gestern mit. Zu den Gründen sagte er nichts. Erhebliche technische Probleme bei der Neuverlegung des Baches unter dem Neubau hatten aber schon während der Bauphase zu Problemen und Verzögerungen geführt. Womöglich wollte man dieses Fass nicht erneut aufmachen, sondern den Bach in seinem Rohr in Ruhe lassen.

Der Vertrag zwischen der Stadt und den Investoren – im wesentlichen der Bauunternehmer Hermann Höft und der Immobilienbesitzer Gerd Theilen – hatte zudem vorgesehen, dass der Teil der Promenade, unter der der Bach verläuft, mit einem anderen Material – zum Beispiel Holz – als der Rest der Promenade belegt werden sollte, um so auf den Bach hinzuweisen. „In Absprache zwischen Investor und TBZ hat man sich jetzt aber aus praktischen Gründen für eine einheitliche Gestaltung mit Pflaster entschieden. Dies reduziert den Pflege- und Unterhaltungsaufwand“, so Kuchel weiter.

Die Kosten für die Pflasterung seien mit rund 45 000 Euro veranschlagt. Davon habe der Investor von „Klarschiff“ etwa ein Drittel zu tragen. Weiterhin ungeklärt ist die künftige Nutzung des seit Monaten leer stehenden Erdgeschosses des lang gestreckten Neubaus. Ursprünglich war hier eine gastronomische Nutzung mit Außenterrasse vorgesehen. Hiervon hat man jedoch später Abstand genommen, weil man Konflikte zwischen den Bewohnern und der Gastronomie befürchtete. In jüngerer Zeit hatte Gerd Theilen jedoch zumindest eine Nutzung als Café – also ohne Abendbetrieb – in Erwägung gezogen. Gestern waren weder Höft noch Theilen für eine Stellungnahme zu erreichen.

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