zur Navigation springen

Abschied von Christoph Kabon : Langjähriger Amtswehrführer geht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Christoph Kabon verabschiedete sich nach 19 Jahren als Hüruper Amtswehrführer und erhielt bei dieser Gelegenheit gleich mehrere hohe Auszeichnungen. Der Feuerwehr bleibt er aber treu.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 12:23 Uhr

„Der Kapitän geht von Bord, ich melde mich ab!“ Mit einem kurzen militärischen Gruß, nicht nur während seiner Zeit als Feuerwehrmann geübt, sondern auch als einstiger Berufssoldat der Marine in Fleisch und Blut übergegangen, bedankte sich Christoph Kabon in seiner Abschlussrede bei den zahlreich erschienen Gästen im Freienwill-Krug. Ohne seine Kameraden und die offenen Ohren der Politiker, hätte er nicht das erreichen können, was erreicht wurde, betonte er. Als Angehöriger der Amtsverwaltung verstanden und somit Mittler zwischen Politik und Feuerwehr, könne er auf eine für ihn und die Feuerwehren erfolgreiche Zeit zurückblicken.

Kabon kann auf 40 Jahre in der Feuerwehr zurückblicken. Begonnen hatte alles bei der Werksfeuerwehr, bevor er 1975 als Mitglied in die Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Freienwill eingetreten war, die er bald als Wehrführer übernahm. Vor 28 Jahren kam der Wechsel in die Amtswehrführung nach Hürup, dessen Leitung er zum Ende dieses Jahres insgesamt 19 Jahre lang ausgeübt hat. Für die „Ära Kabon“ werden besonders das traditionsreiche Husbyer Feuerwehr-Orchester und die Jugendfeuerwehr als seine „beiden Kinder“ stets mit seiner Person in Verbindung gebracht werden. Sein Nachfolger steht mit Mark Rücker schon bereit, dem die Ernennungsurkunde von Amtsvorsteher Jan-Nils Klindt überreicht wurde – einhergehend mit der Beförderung zum Hauptbrandmeister mit drei Sternen, die von Kabon selbst übernommen wurde.

Für den feierlichen Abschied seines scheidenden Amtswehrführers hatte das Amt Hürup es sich nicht nehmen lassen, ein besonderes Fest für ihn und seine Familie zu organisieren. Das Feuerwehr-Orchester sorgte für schwungvolle Unterhaltung der vielen Gäste, unter denen sich auch Landrat Dr. Wolfgang Buschmann und Kreispräsident Ulrich Brüggemeier befanden. Alle Bürgermeister der angeschlossenen Gemeinden, ehemalige und aktive Feuerwehrkameraden, der Polizeistationsleiter Ralf Andres, Pastor Christian Gerber aus Husby sowie Jan Erik Jessen, Wehrführer aus Drelsdorf , ein enger Weggefährte Kabons, waren der Einladung zur Feier gefolgt. Gemeinsam mit Jessen wurde vor zehn Jahren die Feuerwehr-Leistungsprüfung „Roter Hahn“ ins Leben gerufen und überwacht.

Auch nach dem Ausscheiden als Amtswehrführer wird Kabon die Aufgaben als Fachwart für Leistungsprüfungen an der Landesfeuerwehrschule sowie die Aufgabe als technischer Einsatzleiter Katastrophenschutz beibehalten.

Mit Christoph Kabon habe man einen verantwortungs- und pflichtbewussten Mann für die Feuerwehren im Amt gehabt und deshalb immer gut schlafen können, hieß es von Amtsvorsteher Jan-Nils Klindt und dessen Vorgänger Hans Heinrich Tramsen. Aufgrund seines kameradschaftlichen Umgangs, immer auf Augenhöhe mit allen, habe Kabon seine Ziele stets erfolgreich umsetzen können und großes Ansehen genossen. Pastor Gerber verglich Kabon mit einer Vielzahl von Berühmtheiten mit demselben oder einem ähnlichen Vornamen: mit Christopher Kolumbus, dem Entdecker, aber auch Christopherus, dem Nothelfer.

Hohe Auszeichnungen wurden Kabon im Laufe der Feier für seine Bemühungen um das Feuerwehrwesen verliehen. Vom Amtsvorsteher zum Ehrenamtswehrführer ernannt, steckte ihm Kreisbrandmeister Rainer Erichsen das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold an, und auch für das Brandschutzehrenabzeichen in Gold am Bande des Landes Schleswig-Holstein für 40 Jahre Mitgliedschaft hatte er an seiner Uniform noch Platz.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen