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Oberbürgermeisterwahl 2016 : Langes Wahlprogramm

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die OB-Kandidatin möchte kleinere Flüchtlingsunterkünfte, schnellere Baugenehmigungen, und Schulbauten mit privaten Partnern.

Flensburg | Wenn Simone Lange am 5. Juni zur neuen Flensburger Oberbürgermeisterin gewählt wird, will sie die vorhandenen Flüchtlingsunterkünfte verkleinern. Nicht mehr als 100 Personen sollten in einer Unterkunft leben, sagte sie gestern bei der Vorstellung ihres Wahlprogramms. Das gelte nicht nur für eventuelle neue Unterkünfte, sondern auch für die bestehenden.

Unmittelbar nach der Sitzung des Wahlausschusses, der die vier bekannten Kandidaten für die OB-Wahl absegnete, stellte sie ihr Programm vor. Es gliedert sich in die Themenbereiche Bildung, Familie und Beruf, Gesundheit und Lebensqualität, Integration, Kultur und Beteiligung, Wirtschaft sowie Wohnungsbau.

Viele ihrer Themen seien, wie sie freimutig einräumt, nicht neu: mehr Kita-Plätze, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rückenstärkung für das Ehrenamt, mehr Sicherheit. Doch sie bringt auch neue Ansätze mit: Angesichts des erheblichen Sanierungsstaus bei vielen Schulen der Stadt, möchte sie bei möglichen Neubauten Kooperationen mit Privaten eingehen; als Beispiel nennt sie den Erweiterungsbau der Universität.

Wenn sie Oberbürgermeisterin wird, möchte Simone Lange Flensburg zur familienfreundlichsten Stadt Schleswig-Holsteins machen. Das bedeute unter anderem, Konzepte zur Kinderbetreuung in die Stadtentwicklung zu integrieren. Beim Thema Barrierefreiheit schwebe ihr ein spezieller Stadtplan für Menschen mit Behinderungen vor.

Das kulturelle Angebot in der Stadt sollte in seiner ganzen Vielfalt erhalten bleiben; die Anbieter sollten sich möglichst miteinander vernetzen. Außerdem möchte sie einen Kulturförderpreis auf den Weg bringen. Kultur wirke für die Stadt nach außen, „Kreativwirtschaft hat Zukunft“.

Wirtschaftsförderung im eigentlichen Sinne sei nicht ihre Aufgabe als mögliche Oberbürgermeisterin, dafür gebe es die entsprechenden Institutionen. Ihr sei es wichtig, „zu allererst die Unternehmen zu kennen“. Bei ihren bisherigen Besuchen erlebe sie „eine Überraschtheit, dass man überhaupt kommt“.

Lange möchte das Wachstum der Stadt weiter fördern und dazu den Wohnungsbau beschleunigen. Sie sehe bei den drei Wohnungsbaugenossenschaft große Bereitschaft zu bauen – wenn sie denn könnten. Zu lange müsse auf die Baugenehmigung gewartet werden, hier sieht sie Handlungsbedarf. Die SPD-Landtagsabgeordnete wurde von der SPD, der CDU und den Grünen als Kandidatin für die OB-Posten aufgestellt.

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erstellt am 23.Apr.2016 | 14:00 Uhr

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