Langballig : Langballigau bekommt neue Seebrücke

Die Seebrücke von Langballigau ist marode und wird jetzt durch einen Neubau ersetzt.
Die Seebrücke von Langballigau ist marode und wird jetzt durch einen Neubau ersetzt.

Die Seebrücke in Langballigau ist marode, jetzt erhielt die Gemeinde die Zusage vom Land für eine Förderung der Kosten von 60 Prozent.

shz.de von
14. Mai 2018, 12:15 Uhr

Langballig | Es war einerseits eine erfreuliche Nachricht, die Bürgermeister Peter Dietrich Henningsen hinsichtlich des Neubaus der Seebrücke im Hafen Langballigau bei der letzten Sitzung der Gemeindevertretung verkünden konnte. Die mündliche Zusage, das Projekt mit 60 Prozent zu fördern, liege vor. Andererseits erweise es sich als nachteilig, dass Langballig im aktuellen Landesentwicklungsplan nicht mehr als „Zentraler Tourismusort“ eingestuft sei. Dann wäre eine höhere Förderung möglich. Um diese trotzdem zu erreichen, müssten umfangreiche Anforderungen erfüllt werden.

Wegen der veranschlagten Investitionskosten von 300 000 Euro für dieses Projekt möchte die Gemeinde mehr zeitliche Sicherheit haben und hat beim Kreis Schleswig-Flensburg, dem Hafeneigentümer, eine Verlängerung des Erbbaupachtvertrages, der bis 2041 läuft, beantragt. Eine Antwort darauf steht allerdings noch aus.

Die Gemeindevertretung stimmte dem Neubau der gemeinsam mit Westerholz betriebenen Kläranlage in Unewatt zu. Die Kosten für dieses Vorhaben werden auf fast drei Millionen Euro veranschlagt (wir berichteten). Durch eine Änderung der entsprechenden Satzung erhöhen sich die Hafengebühren für Gastlieger, so bei einem Boot bis zu sieben Meter zum Beispiel von zehn auf zwölf Euro pro Tag.

Für Kanalsanierungen stehen in diesem Jahr 20 000 Euro zur Verfügung. Dabei soll nur unterirdisch mit Hilfe sogenannter „Inliner“ gearbeitet werden. 2019 folgen dann Arbeiten in offener Bauweise. Für zusätzliche Beleuchtung in der Schulstraße gab die Gemeindevertretung 14 000 Euro frei.

Nachdem 2012 die Haushaltsführung auf das System „Doppik“ umgestellt und mittlerweile eine Eröffnungsbilanz vorgelegt worden war, wurden nun die ersten beiden Jahresabschlüsse gebilligt. Demnach belaufen sich die Bilanzsummen für 2012 und 2013 jeweils auf 9,98 Millionen Euro bei Fehlbeträgen von knapp 104 800 und 120 000 Euro.

Einverstanden waren die Gemeindevertreter schließlich mit dem Vertrag zur Finanzierung des evangelischen Kindergartens in Langballig. Ebenfalls Zustimmung fand die Änderung des Bebauungsplans „Osterlücke“ mit dem dort ansässigen Verbrauchermarkt. Nach Berücksichtigung eines Schallgutachtens wird die Änderung jetzt öffentlich ausgelegt.

In der Einwohnerfragestunde kam eine angebliche Absicht, den Flächennutzungsplan zu ändern, um Windkraftanlagen errichten zu können, zur Sprache. Der Bürgermeister verneinte entsprechende Initiativen. In seinem Bericht zu Beginn hatte er mitgeteilt, er habe eine Einladung aus Dänemark angenommen. Thema dabei sei das Projekt einer Fahrradfähre zwischen Langballigau und Brunsnis auf der dänischen Halbinsel Broager.

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