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Bundestagswahl 2013 : Landwirte pfeifen Trittin in Flensburg aus

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jürgen Trittin macht Bundestagswahlkampf auf dem Flensburger Südermarkt. Etwa 200 Landwirte sind extra angereist, um den Grünen-Spitzenkandidaten eine Stunde lang lautstark zu beschimpfen.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 20:25 Uhr

Flensburg | Der Spitzenkandidat der Grünen zur Bundestagswahl, Jürgen Trittin,  wurde bei einem Wahlkampfauftritt in Flensburg von etwa 200 Landwirten eine Stunde lang gnadenlos ausgepfiffen.  Hintergrund sind Trittins Äußerungen über  „Drogenhandel im Stall“. Und der Satz seiner  Parteikollegin Katrin Göring-Eckardt „Ich möchte kein Schnitzel von einem Schwein essen, das derartig gedopt ist, dass es bei der Tour de France mitfahren könnte“, habe das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht, erklärte Bernd Thomsen, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Schleswig. Ein Transparent verkündete: "Herr Trittin, Sie stellen uns als Drogenhändler vor die Mauer. Sind wir Bauern für Sie Kriminelle?" Trittin scheute die Auseinandersetzung nicht. Er habe nicht die mittelständische  Landwirtschaft im Visier, die von der Agrarindustrie gezwungen werde, zu viele Tiere auf zu wenig Platz zu halten und sie zu einem bestimmten Termin mit einem definierten Schlachtgewicht abzugeben.  „Das geht nur mit Antibiotika, ist tierquälerisch und gesundheitsgefährdend.“ Es half ihm nicht. Mit Rufen wie „Phrasendrescher“ und „Lügenbaron“ wurde er vom Hof gejagt. Gunnar Dommasch

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