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Flensburger Stadtwerke : Landunter auf der Westlichen Höhe

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Anschluss defekt: Gewaltige Wassermassen fluteten nach der Falkenbergschule auch die Firma Schiebler

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2016 | 05:41 Uhr

Zweimal Landunter im gleichen Viertel: Nach dem Wasserrohrbruch am Wochenende in der Falkenbergschule ging auch die Firma Schiebler in einem gewaltigen Schwall von Wasser unter. Ursache waren in beiden Fällen geborstene Hausanschlüsse. Nach ersten Pumpeinsätzen und Sichtung der Schäden stand zumindest für die Falkenbergschule fest: Keine Chance auf einen freien Tag für die Schüler – heute findet der Unterricht statt.

Schreck zum Dienstbeginn: Als die Mitarbeiter der Firma Schiebler gestern zur Arbeit kamen, standen die Räume des Betriebes unter Wasser. Das Wasser war bereits am Wochenende unterirdisch aus dem gebrochenen Rohr ins Haus gelaufen – deshalb aber nicht von der Straße aus bemerkt worden.

Die Feuerwehr wurde alarmiert. „Große Teile des Betriebes und die Produktionsstätten stehen teilweise bis einen Meter unter Wasser“, berichtete Einsatzleiter Axel Wamser von der Flensburger Berufsfeuerwehr. Mit dem Versuch, die Lage in den Griff zu bekommen, war sie während des Vormittags beschäftigt. „Wir haben das THW Flensburg zur Unterstützung angefordert“, schilderte Wamser weiter.“ Vor dem Abpumpen mussten die Stadtwerke allerdings den Strom abschalten, damit sich die Helfer gefahrlos bewegen konnten.

Auf dem gesamten Betriebsgelände sind an der Marienallee waren Schläuche über mehrere hundert Meter Länge zum Abpumpen verlegt worden. Mitarbeiter von Tiefbaufirmen suchten nach der Bruchstelle. Die Lage des defekten Hausanschlusses war nicht genau bekannt und musste mit Grabungen gesucht werden. Die Marienallee war teilweise abgesperrt, um den Pump-Einsatz von THW und Feuerwehr zu gewährleisten. „Wie hoch der entstandene Schaden sein wird, konnte gestern noch nicht verbindlich gesagt werden. Rund 150 Mitarbeiter der Fa. Schiebler mussten am Morgen wieder nach Hause geschickt werden, weil eine Produktion derzeit nicht möglich ist, berichtete ein Mitarbeiter des Unternehmens.

In der Falkenbergschule musste gestern aufgeräumt und die Schäden gesichtet werden. Dort hatte sich das Wasser in einem Vorraum auf gut 1,80 Meter gestaut, hatte aber in den anschließenden Räumen nur etwa eine Höhe von 30 Zentimetern erreicht. Insbesondere waren dort keine Strom führenden Anlagen betroffen. Am Nachmittag stand fest: Der Unterricht kann heute weitergehen. Clemens Teschendorf, Pressesprecher der Stadt, geht davon aus, dass sich der Schaden durch den Wasserrohrbruch in der Falkenbergschule im fünfstelligen Bereich bewegt.

Carsten Clausen, Abteilungsleiter Wasser bei den Stadtwerken, bedauert, „dass wir innerhalb von so kurzer Zeit zwei so ähnliche Rohrbrüche wie jetzt gerade an der Falkenbergschule und an der Marienallee hatten. Es ist auch äußerst unwahrscheinlich, dass so etwas auch noch so nah beieinander passiert“.

Unklar ist, ob Altersschwäche des Materials Grund für die Wasserrohrbrüche war. Fällig zur Erneuerung ist jedenfalls die Wasserleitung gleich um die Ecke, im Verlauf von der Kreuzung Marienallee bis zur Zuliefereinfahrt des Citti-Marktes. Mittlerweile sind dort zwei Baustellen aufgegraben, bei der ersten wurde wochenlang auf ein Ersatzteil gewartet, das extra angefertigt werden musste. Bei der zweiten Baustelle wurde vorsorglich mit dem Austausch der Wasserleitungen begonnen. Stadtwerke-Pressesprecher Peer Holdensen rechnet damit, dass sich die Bauarbeiten bis ins nächste Jahr hinziehen werden.

 

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