Flensburger Flugplatz Schäferhaus : "Landshut": Auch Sütterlin-Waack macht Druck

<p>Das am 13. Oktober 1977 entführte Flugzeug „Landshut“ nach der Landung in Mogadischu (Somalia). Fast 40 Jahre nach der Entführung der Lufthansa-Maschine gibt es in der Bundesregierung Überlegungen, eine Verschrottung des Flugzeugs zu verhindern.</p>
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Das am 13. Oktober 1977 entführte Flugzeug „Landshut“ nach der Landung in Mogadischu (Somalia). Fast 40 Jahre nach der Entführung der Lufthansa-Maschine gibt es in der Bundesregierung Überlegungen, eine Verschrottung des Flugzeugs zu verhindern.

Die Flensburger Bundestagsabgeordnete schaltet sich in die Standort-Diskussion um die Lufthansa-Maschine des Terror-Herbstes 1977 ein

Carlo Jolly. von
01. März 2017, 11:34 Uhr

Die Bundestagsabgeordnete Sabine Sütterlin-Waack (CDU) hat sich in einem Schreiben an die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, für die Rückholung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ aus Brasilien nach Deutschland und ihre Aufstellung auf dem Flensburger Flugplatz Schäferhaus stark gemacht. „Mir ist der Initiator, der Vorsitzende des Luftsportvereins und Flensburger Geschäftsmann Thomas Liebelt, persönlich als ein Mensch bekannt, der mit viel Energie und Leidenschaft für seine Ziele eintritt“, schreibt die Abgeordnete. Dessen Vorstellungen, in Flensburg eine Halle für die „Landshut“ zu errichten, sie vom Science Center „Phänomenta“ als eine der erfahrensten Einrichtungen der Wissenschaftsdidaktik begleiten zu lassen und damit den „Deutschen Herbst“ museal aufzuarbeiten, verdiene in ihren Augen jede Unterstützung. Die „Landshut“ wurde durch ihre Entführung durch palästinensische Terroristen und ihre Befreiung zu einem Symbol für den Deutschen Herbst.

Einen hervorgehobenen plausiblen Standort in Deutschland für die „Landshut“ gebe es ihrer Auffassung nach nicht, da die maßgeblichen Ereignisse, die sich in direkter Verbindung mit dem Flugzeug zugetragen haben, im Ausland stattfanden. „Für Flensburg hingegen spricht nicht nur, dass es ein Konzept und einen Unterstützerkreis für die Einbindung in die örtliche Kulturlandschaft gibt, sondern auch zahlreiche kleinere Verbindungen in der Vergangenheit.“ Sie erinnert daran, dass der Co-Pilot der „Landshut“ aus Flensburg stamme. Zudem lebe die Fördestadt als Geburtsstadt des berühmten Luftschiff-Pioniers Hugo Eckener bereits eine gewisse Luftfahrttradition.

Als lokale Abgeordnete liege ihr die Entwicklung der Fördestadt Flensburg am Herzen. Neben den sachlichen Argumenten, die für den Ideengeber und die Stadt sprechen, würden die „Landshut“ und das damit verbundene Projekt zur kulturellen Aufwertung der deutsch-dänischen Region beitragen.

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