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Industriemuseum Harrislee : Kupfermühle präsentiert Mühlenbilder zum Mühlentag

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Industriemuseum zeigt Arbeiten von Reimer Riediger

Sechzehn Farbradierungen des Künstlers Reimer Riediger schmücken zurzeit die rot lackierte Wand im Eingangsbereich des Industriemuseums Kupfermühle. Ausnahmslos zeigen sie Windmühlen. Sieben großformatige Radierungen entstammen der „Mühlenmappe“ des Künstlers aus dem Jahr 1975 und zeigen Windmühlen in Angeln. Kleinformatiger sind die Bilder aus der „Schwedischen Mappe“ von 1977, die Windmühlen Südschwedens abbilden. „Es ist für uns eine Premiere, im Industriemuseum Kupfermühle Kunst zu zeigen“, freut sich die wissenschaftliche Museumsleiterin Susanne Rudloff über die Ausstellung: „Das ist ab jetzt meine Kunstwand“, verweist sie auf den hellen, indirekt beleuchteten Raum, der sich für die Präsentation von Bildern und Fotos wunderbar anbiete.

Anlass und zusätzlicher Magnet ist die Bilderschau für den internationalen Mühlentag am Pfingstmontag, 5. Juni, zu dem das Industriemuseum Kupfermühle von 11 bis 17 Uhr mit großem Programm einlädt. Zwei Schmiede werden am offenen Feuer der Eisenesse arbeiten, Sonder- und Maschinenvorführungen präsentieren die große Dampfmaschine, das Hammerwerk, eine große Modellschau, in der es dann ordentlich pfeift und zischt. Die Freiwillige Feuerwehr Kupfermühle sorgt mit Würstchen, selbst gebackenem Kuchen und Getränken für die Verpflegung. In der Kooperation „3 Mühlen an der Flensburger Förde“ präsentieren sich die Wassermühle im Industriemuseum Kupfermühle, die Mühle Hoffnung in Munkbrarup und die Mühle Renata in Schwensby.

Initiator und Kurator der Riediger-Ausstellung ist der Theaterdramaturg Stephan Jelkmann, der auch das Gerty-Molzen-Stück „Eine Tochter aus achtbarem Haus“ verfasste. Er kennt die Witwe des 1991 – als nur 49Jähriger – verstorbenen Künstlers, Kirsten Riediger, hat die Verbindung nach Kupfermühle hergestellt: „Riediger war sehr technikaffin. Er wäre begeistert von diesem Technikambiente und dem lebendigen Industriedesign“. Riedigers Sujets seien Schiffe, Häfen, Natur und Stadtlandschaften, Häuser und Windmühlen gewesen. Die diffizile Technik, die graphische Vollkommenheit der Farbradierung sei sein Werkzeug, sein Material gewesen, erklärt Jelkmann. „Bei aller technischen Perfektion bekommen die Mühlengraphiken durch Farbgestaltung und Komposition eine Bedeutung durch den Sinn, der sich hinter den Gegenständen verbirgt“, heißt es zur Poesie der Streichmühler Mühle, etwa, die ohne Flügel dasteht, zur Westerholzer und Unewatter Mühle, zur Schwensbyer, in der heute noch Korn gemahlen wird. Eine Leihgabe Kirsten Riedigers sind auch drei Originaldruckplatten der Mühlengraphik „Holmberg“ in Hürup, die anschaulich das aufwendige Verfahren dokumentiert. 

Ab sofort bis zum 21. Juni ist die Ausstellung zu besichtigen.

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