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Kunsthandwerker ärgern sich über erhöhte Gema-Gebühren

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erstellt am 21.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Sieverstedt | Am Pfingstwochenende fand zum 32. Mal der Norddeutsche Kunsthandwerkermarkt in Süderschmedeby statt. Aussteller aus ganz Deutschland und Dänemark sowieerneut zahlreiche Besucher nahmen weite Wege auf sich, um Schmuck, Keramik, Kleidung und andere Produkte professionellen Handwerks zu bestaunen. Um das kreative Herstellen von Gebrauchs- und Kunstgegenständen auch dem Nachwuchs näher zu bringen, boten Glaser, Gold- und Silberschmiede, Weber und Töpfer den Kindern Aktionen zum Mitmachen an. Sie durften weben, sich an Holz- und Papierarbeiten ausprobieren und sogar schmieden - natürlich nur unter fachkundiger Aufsicht.

Als Trost für die fehlende Hüpfburg gab es in diesem Jahr zum ersten Mal Aufführungen des Puppentheaters "Yggdrasil" aus Schleswig; es ist benannt nach dem Baum, der in den nordischen Sagen den Kosmos verkörpert. Auf den Bänken vor der Holzbühne mit dem kleinen Theatervorhang drängelte sich bei jeder Vorführung eine Schar neugieriger junger Zuschauer. In den dargebotenen Stücken lernten sie - wie auch die großen Zuschauer - die struppige Ratte Snorri kennen. Sie wurde beim Käseklau in der Speisekammer erwischt, die keinem Geringeren als dem Donnergott Thor gehörte. Mit viel Witz und Komik machten die handgefertigten Puppen mit den nordischen Sagen vertraut. Die Puppenspieler Lars und Sonja Jensen haben sich aber nicht nur die Figuren und die schönen Geschichten ausgedacht. Sie präsentierten zudem auf dem Markt einen Stand mit Schmuckstücken, wie sie von den Wikingern im frühen Mittelalter getragen wurden.

Am Ende der Kunsthandwerkertage freuten sich die Veranstalter darüber, dass - nach eigenen Angaben - etwa 30 000 Besucher über den Markt geschlendert waren, wobei Sonntag der Tag mit dem stärksten Besucherandrang war. Am Montag dagegen hatten Gäste, für die der Besuch des Marktes bei jedem Wetter längst zum festen Pfingstprogramm gehört, im kühlen Regen die Wege zwischen den Ausstellungszelten fast für sich allein.

Einen Wermutstropfen gab es noch: Das Publikum des Pfingstmarktes musste erstmals auf den Genuss der gewohnten Livemusik verzichten, die bislang immer auf der kleinen Freilichtbühne des Marktes geboten worden war. Grund sei unter anderem die neue Gebührenordnung der Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte (Gema), erklärte Silke Nicoline Hansen und Thomas Hansen. Die Gema-Reform habe eine enorme Kostensteigerung für sie als Organisatoren des Marktes ergeben.

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