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Ausstellung in Flensburg : Kunst trifft Klima: Eisbär in Not

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Neue Ausstellung mit Werken von Johannes Caspersen in der Geschäftsstelle bei Adelby1

„Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar“, sang die Band „Grauzone“ zu den Hochzeiten der Neuen Deutschen Welle. Das war Anfang der Achtziger.

Heute ein Eisbär zu sein, dürfte kein besonderes Vergnügen mehr darstellen. Die durch die globale Erwärmung bedingte Eisschmelze in der Arktis entzieht dem bedrohten Tier nach und nach die Lebensgrundlage.

Darauf möchte der Flensburger Maler und Bildhauer Johannes Caspersen mit seinem Bild „Der Eisbär“ hinweisen. Das Werk ist „Headliner“ einer Ausstellung mit dem Titel #klimazone #allewetter in der Geschäftsstelle von Adelby  1. Sie findet in Kooperation mit dem Klimapakt Flensburg, an den zehn Prozent der Verkaufserlöse fließen, statt.

Das großformatige Bild in Acryl-Mischtechnik spricht Erwachsene wie Kinder gleichermaßen an – „und sorgt schon jetzt für Gesprächsstoff“, wie Heiko Frost, Geschäftsführer der Kinder- und Jugenddienste, betonte. Die 21 Bilder und zwei Skulpturen würden darüber hinaus die Räume der stark frequentierten Räume auf angenehme Weise beleben. Sie dürften dem Betriebsklima durchaus zuträglich sein.

Till Fuder vom Klimaschutz-Team der Stadt ergänzte, dass man mit Kunstobjekten einen ganz anderen Blick auf die Probleme des Klimawandels gewinnen könne als mit nackten Zahlen und Statistiken.

Caspersen greift in der aktuellen Bilderschau auch auf ältere Werke zurück, die thematisch in den Kontext passen. Das „Eismeer“ vor Nordstrand etwa zeigt dicke Eisschollen, die sich noch Mitte der 90er Jahre bis hinein ins Vorland auftürmen. Jetzt fragt sich der Künstler: „Wo ist mein Motiv geblieben?“

Andere Motive gibt es in Hülle und Fülle: Man erlebt das Flimmern und Glitzern eines fließenden Baches, flammende Blumenbilder oder einen Blitz, der sinnigerweise über einem Kopierer platziert ist. Da schippert die Gorch Fock, angetrieben vom Wind, über die Weltmeere, in der Küche prangt eine mystisch verklärte Nixe gegenüber dem Waschbecken und löst Diskussionen über sauberes (oder aber verschmutztes) Trinkwasser aus.

Am Eingang begrüßt die putzige Recycling-Figur „Schrotti“ jeden Gast. Sie soll dazu animieren, selbst künstlerisch tätig zu werden. „Jeder Mensch ist ein Künstler – und vor allem jedes Kind“, doziert Johannes Caspersen.

Er möchte nicht nur Kunst in den Betriebsalltag integrieren, sondern auch das Bewusstsein dafür schärfen, dass „Kimaschutz bei jedem Einzelnen von uns beginnt“. Sein Credo beschreibt er mit den Worten: „Suche einen Weg, Unsichtbares sichtbar zu machen. Das ist mein erstes künstlerisches Anliegen.“

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erstellt am 02.Jun.2017 | 11:20 Uhr

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