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Malwettbewerb "Bunt statt blau" : Kunst gegen Komasaufen

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Beim DAK-Malwettbewerb "Bunt statt blau" haben Schüler gleich fünf Plätze in den Top Ten ergattert. Sie haben Plakate gegen Komasaufen entwickelt.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Flensburg | Gegen Alkoholmissbrauch ankämpfen statt einfach nur danebenzustehen – das ist der Ansatz von Jacob Wittig und Philipp Rohde gegen das sogenannte „Komasaufen“. Die beiden 14-Jährigen  haben ein Plakat gestaltet, das einen Kampfsportler zeigt, der eine Flasche zertrümmert. Der Slogan: „Nicht der Alkohol, sondern du gibst den entscheidenden Kick“. Die Mühe hat sich für die  Goetheschüler gelohnt – sie haben mit ihrem Entwurf den zweiten Platz beim  Malwettbewerb der Krankenkasse DAK in Schleswig-Holstein belegt. 

Im Bundesland hatten sich an dem Wettbewerb zum Motto „Bunt statt blau“ 500 Jungen und Mädchen beteiligt, darunter belegten Schüler des Medien-Kunst-Kurses der Goethe-Schule den zweiten, fünften, sechsten, siebten und zehnten Platz.

Ihre Preise – unter anderem einen Scheck über 200 Euro für den zweiten Platz  – nahmen die Schüler gestern im Gesundheitshaus entgegen.

 Am Computer waren aus Fotos, Grafiken und Texten Plakate gegen das Rauschtrinken entstanden. Ein  Plakat zeigt etwa einen Betrunkenen, der mit leeren Bierflaschen auf einer  dunklen Straße zusammengebrochen ist.

„Wenn Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen, dann ist das wirkungsvolle Prävention“, erklärte Ralf Luchtenveld von der DAK.  Und die ist nötig, denn jedes Jahr landen bundesweit rund 26000 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftungen im Krankenhaus. In Flensburg sind es  Gesundheitshaus-Leiterin Sabine Bethge zufolge immerhin noch 40 – Tendenz steigend. 

In Vorbereitung auf den Wettbewerb hatte sich Kunstlehrerin Ragna Schepke mit ihren Schülern über das Thema Sucht ausgetauscht: „Sie haben sich sehr dafür interessiert. Gerade Alkohol ist als Einstiegsdroge gefährlich, weil er gesellschaftsfähig ist. Deshalb ist es so wichtig, dass die Schüler einen vernünftigen Umgang mit Alkohol lernen.“ Schepke könnte sich gut vorstellen, noch einmal an dem Wettbewerb teilzunehmen. Im Februar geht es wieder los, weitere Informationen gibt es unter www.dak.de.

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