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Flensburger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 23:57 Uhr

Maasholm : Kunst aus der Nachbarschaft

vom

Ölbilder, Porzellan und Stoff-Fantasien: Sechs Maasholmer präsentieren im Fischereihafen eine Woche lang selbst geschaffene Werke

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 05:58 Uhr

MAASHOLM | "Ein schöner Auftakt in die Saison 2013 mit ihrer Fülle von Veranstaltungen", lobte bei der Eröffnung der dritten Kunstwoche im Netzhafen am Maasholmer Fischereihafen Bürgermeister Kay-Uwe Andresen. Nachdem das Sextett von ortsansässigen Hobbykünstlern im vergangenen Jahr erstmals gleich zwei Wochen an die Öffentlichkeit trat und insgesamt rund 3000 Besucher anlockte, präsentieren sie diesmal wieder ihr künstlerisches Schaffen eine Woche lang - und zwar bis Sonntag, 26. Mai, - an allen Tagen von 13 bis 18 Uhr.

Wer während der Pfingsttage am Fischereihafen flanierte, der schaute bereits rein in den Netzschuppen, Kunst-Schaufenster und ein Spiegelbild dessen, was Einheimische malen und werkeln. Und das Anschauen lohnt sich allemal. Die Initialzündung für die Kunstwoche, die laut Bürgermeister "der Gemeinde gut zu Gesicht steht", gab Gudio P. Sommer. Als der 74-jährige Handwerksmeister, der der Fotografie und dem Malen mit Acrylfarben frönt und mittlerweile von Maasholm nach Rabel umgezogen ist, einem Freund aus Berlin zeigte, was alles an Fotos und Gemälden im Laufe der Jahre zusammengekommen ist, lautete dessen Rat: "Stell das aus!" Eine gute Idee, befand Sommer, aber er wollte das nicht alleine machen. Also suchte er Mitstreiter - und wurde fündig.

Zu Sommer gesellte sich Ingo Clausen (52), der seit 27 Jahren in Maasholm lebt. Ob Ölbilder oder Aquarelle: Für den selbstständigen Schiffsbauingenieur liegt es auf der Hand, dass es maritime Motive sein müssen. Das Küken unter den Ausstellern ist die 44-jährige Katrin Brandt. Die Architektin ist seit 2006 Pendlerin zwischen Hamburg und Maasholm. Die Wochenenden sind für die Schleigemeinde ("Ich habe mich in Maasholm verliebt") reserviert. Sie ist vertreten mit Landschaftsbildern in Öl.

Als Autodidaktin hat sich Andrea Meyer (46) dem Experimentieren mit Stoff verschrieben. Zwar hatte sie als Schülerin im Fach Handarbeiten eine Fünf, wie sie sagt. Dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - hat sie es nun zu einer wahren Meisterin gebracht. Ob Nützliches oder Verspieltes: ihrer Stoff-Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Die 72-jährige Renate Laß, gebürtige Maasholmerin, hat das Porzellanmalen peu a peu perfektioniert - unter anderem mit Hilfe von Volkshochschulkursen. Der sechste im Bunde ist schließlich der 59-jährige Michael Tretbar, der bis 2009 als Realschullehrer arbeitete und seit drei Jahren in Maasholm-Bad lebt. Auch er ist Autodidakt und hat sich schon in frühen Jahren mit Kunst beschäftigt. Für ihn, dessen Collagen auf diversen Ausstellungen zu sehen waren, war und ist es "Ehrensache", bei der Maasholmer Kunstwoche mit von der Partie zu sein. Zu seinem Schaffen gehört die illustrierende Mitgestaltung der "Dithmarscher Bibel", und Collagen zu Salomons Hohelied, wie sie unlängst in der Kappelner Nikolai-Kirche zu sehen waren, gehören auch dazu.

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