Förderung : Kulturelle Bildung für Kinder der Nordstadt

Freude über den Erfolg: Maike Nonn, Marianne Hasler, Anette Hesse, Torge Korff und Helge Affeldt (v.li.) vor der Schule Ramsharde.
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Freude über den Erfolg: Maike Nonn, Marianne Hasler, Anette Hesse, Torge Korff und Helge Affeldt (v.li.) vor der Schule Ramsharde.

„Mit Kultur groß werden“ – ein Förderprogramm ermöglicht Flensburger Grundschülern die Teilnahme an einem Kunst-Workshop.

shz.de von
19. November 2013, 07:15 Uhr

Für Torge Korff vom Kulturbüro der Stadt ist klar: „Die nun mögliche kulturelle Bildung ist ein sinnvolles Zusatzangebot.“ Das Kulturbüro hat in Zusammenarbeit mit dem Flensburger Jugendring, dem Verein Flensburger Norden und der Grundschule Ramsharde eine Förderung für kulturelle Bildungsprojekte gewonnen.

Fest zugesagt ist die Förderung für ein Jahr. Korff zufolge stehen die Chancen sehr gut, die Förderung für volle drei Jahren zu bekommen. Insgesamt werden es dann 36 000 Euro sein, die der Schule zur Verfügung stehen. „Wir haben uns bewusst für die Schule Ramsharde entschieden, da sie eine besonders herausfordernde Umgebung hat“, sagt Mit-Initiator Torge Korff vom Kulturbüro. In der Umgebung der Schule Ramsharde sind die Einkommen eher unterdurchschnittlich, die Zahl der Alleinerziehenden eher hoch. „An unserer Schule haben wir keine Kinder, die nebenbei Klavier- oder Violinenunterricht bekommen“, erklärt Schulleiter Hartmut Tischer.

Mit dem Geld können im nächsten Jahr zwei Workshops starten: Der erste wird von Johannes Caspersen geleitet – einem bekannten Flensburger Holzbildhauer. An dem Kurs werden 20 Kinder teilnehmen können, und er wird mehrere Monate jede Woche zwei Stunden laufen. Fünf weitere Kurse, jedes Halbjahr zwei, sollen folgen.

Zu einer Voraussetzung der Förderung gehört eine Präsentationsphase – in dieser sollen die Arbeiten der Kinder ausgestellt werden. Für die Kosten der externen Dozenten und benötigte Materialien stehen die Bundesmittel zur Verfügung. Die Gelder stammen aus dem Bundesprogramm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ und sind Teil von bundesweit 2,5 Millionen Euro, die für kulturelle Bildungsprojekte zur Verfügung stehen. Aufgrund des Kooperationsverbots von Bund und Ländern in der Bildungspolitik mussten sich die drei Partner bei der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), einem Träger kultureller Bildungsarbeit in Deutschland, um die Gelder bewerben. „Die Eltern sind dankbar, dass die Kinder an so etwas teilnehmen können“, sagt Lehrerin Marianne Hasler. Im Gegensatz zum Nachmittagsangebot der Schule sind die Workshops des Projekts komplett kostenlos: „Die Ganztagsangebote sind in der Teilnehmerzahl oft begrenzt, und die Eltern stehen auf einer Warteliste“, sagt Schulsozialarbeiterin Anette Hesse.

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