15. Hofkultur : Kultur kehrt in den Roten Hof zurück

Historische Arena für zeitgenössische Kultur: der Rote Hof in der Roten Straße, der in diesem Jahr zweimal Schauplatz für Hofkultur-Konzerte ist. Foto: Staudt
Historische Arena für zeitgenössische Kultur: der Rote Hof in der Roten Straße, der in diesem Jahr zweimal Schauplatz für Hofkultur-Konzerte ist. Foto: Staudt

Heute beginnt der Vorverkauf für die 15. Flensburger Hofkultur; das erste Konzert ist in sechs Wochen. Wie schon beim ersten Mal 1995 ist der Rote Hof wieder Spielstätte.

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03. Juni 2009, 12:35 Uhr

Flensburg | "Damals war hier im Sommer absolut nichts los", erinnert sich Thomas Frahm, "total tote Hose". Das war die Triebfeder für die Initiatoren der Hofkultur: ein Angebot für Daheimgebliebene und Touristen, ein speziell für die beliebten Flensburger Höfe zugeschnittenes Kulturprogramm ohne Wiederholungen und ohne Scheuklappen.

Mit dabei war von Anfang an und immer wieder die Theaterwerkstatt Pilkentafel. Die präsentierte im Sommer 1995 im Roten Hof eine Kunst-Performance mit Marianne Gymnopoulos unter dem Titel "Ist ja nur Pappe", das danach zum festen Repertoire der Pilkentafel gehörte. Und auch diesmal sind Elisabeth Bohde und ihre Truppe wieder dabei, wenn auch nicht im Roten Hof, sondern in jenem der Phänomenta. Geplant ist eine Performance zum Thema Finanzkrise und ein kreativer, respektloser Umgang mit Geld. "In den USA ist es per Gesetz verboten, Geld zu verbrennen", habe Johanna Stapelfeld für die Pilkentafel recherchiert. In Deutschland aber offenbar nicht . . .
Samba, Saxophon und Jazz
Auftakt der 15. Hofkultur ist wie immer im Hof des Schifffahrtsmuseums, doch erstmals seit Jahren nicht mit Musik aus Kuba, sondern aus Brasilien. Das Septett "Naurea" spielt moderne brasilianische Musik mit Einflüssen anderer Stilrichtungen. Gleich tags darauf geht es im Brasserie-Hof an der Großen Straße mit dem hoch dekorierten Saxophonquartett "Sonic.Art" mit der aus Flensburg stammenden Ruth Velten weiter.

Auch die weiteren Programmpunkte sind vielversprechend: Weltmusik mit türkischem Einschlag ("Fis Füz"), Kabarett im Braasch-Hof, vierstimmiger Gesang von "überirdischer Schönheit" (Vokalquartett "Kraja"), Gitarrenjazz aus Dänemark mit Jens Lysdal und Nikolai Busk von "Trio Mio", neuer dänischer Vokaljazz mit Vini Kjaersgaard, eine "Kleingeldprinzessin" namens Dota Kehr und - Thomas Frahms Geheimtipp - das "Jacobien Vlasmann Quintett", beide im Roten Hof. Der Etat liegt bei 55 000 Euro. Bei Regen wird in Ersatzquartiere wie die Phänomenta ausgewichen.

Karten gibt es ab heute, 8 Uhr, an den Vorverkaufsstellen, zum Beispiel Ticket-center Holmpassage, unter www.flensburger-hofkultur. de zum Selbstdrucken und an allen Vorverkaufsstellen mit dem Reservix-System.

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