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Literaturboot-Festival 2014 : Kultur in Flensburg: Lesen im Laderaum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zweites Festival „Literaturboot“ erneut mit großer Vielfalt an Themen und Genres - Kinderprogramm und Konzerte ergänzen die Lesungen.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2014 | 12:46 Uhr

Es ist gemütlich unter Deck, und viel geräumiger als man von oben denkt. In der Ecke wartet ein Ofen auf tiefere Temperaturen, weiter vorn ein blank gewienerter Tresen auf Gäste. Die kommen spätestens am kommenden Donnerstag, wenn die „Gesine“, die gleich neben der „Alexandra“ an der Fördebrücke liegt, erneut vom Kümo zum Literaturboot mutiert. So heißt das Bücherfestival, das im Historischen Hafen vom 17. bis 21. September zum zweiten Mal über die Planken geht.

Alle Autoren, die eingeladen sind, haben eine Affinität zum Meer. Detlef Jens auch, er ist der Veranstalter. Als er vor wenigen Jahren nach Flensburg kam, verliebte er sich sofort in den Hafen und die Wasserkante der Stadt, und da er Bücher mit Meeresbezug ohnehin schon liebte, „lag so ein Festival eigentlich auf der Hand“, sagt der bärtige Wuschelkopf bei der Vorstellung des Programms. Die Eröffnung ist am Mittwoch im Schifffahrtsmuseum.

Dabei wird der ebenfalls bärtige Hafen-Anlieger Rainer Prüß, dessen maritime Bezüge hier nicht alle aufgezählt werden können, launige Verse zu nicht minder launigen Zeichnungen seines Gesinnungsgenossen Hans-Ruprecht Leiß rezitieren. Neu in Flensburg ist hingegen der See-Sänger Johnny Glut aus Bremen, der mit seinen fetzigen Seasongs um die Gunst des Publikums buhlen wird.

„So ein Festival ist eine sinnvolle Erweiterung der Kultur am Hafen“, sagt Rainer Prüß. Es sei zu wünschen, dass sich die „Literaturboot“ etabliert. Daran arbeitet Detlef Jens mit großem Engagement, macht dabei aber die Erfahrung, dass die Finanzierung schwierig ist. „Ich bleib’ dran“, hat er versprochen.

Gut so. Denn auch die zweite Ausgabe des maritimen Literaturtreffs ist vielversprechend. Aus Schweden reist Ann Rosman, Autorin der Marstrand-Krimis, an. Aus ihren Büchern liest Christianne Nölting, die Autorin erzählt einiges auf Englisch. Mareike Krügel liest aus ihrem „wunderbar schrägen Buch“ (Brigitte Young Miss) „Die Tochter meines Vaters“ und bei einem zweiten Auftritt über Kreuz mit Jan Christophersen.

Die kürzeste Anreise haben Nathalie Müller und Michael Wnuk, die mit ihren Kindern auf der anderen Hafenseite auf ihrer Segelyacht „Marlin“ leben; sie berichten über 14 Jahre auf den Weltmeeren. Ein Geheimtipp ist Anne von Canal mit ihrem Roman „Der Grund“. Karten gibt es unter anderem bei Bücher Rüffer.

 

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