zur Navigation springen

Flensburger Technikfest : Kultur gehört zum Dampf-Rundum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vielfältiges Musikprogramm beim 13. Fest der Dampf-Schiffe Anfang Juli überwiegend mit Künstlern aus Flensburg und Umgebung

Im Mittelpunkt stehen die Dampf-Schiffe. Doch zum Dampf-Rundum gehöre seit Beginn im Jahr 1993 immer auch die Kultur, stellt Michael Reinhardt, Chef-Organisator auch des 13. Dampf-Rundums vom 7. bis 9. Juli, klar. Immerhin hat Reinhardt immer schon auch Kultur nach Flensburg gebracht, sei es als Inhaber der Kleinkunst-Kneipe „Galerie“ am Holm, sei es als Veranstalter großer Konzerte mit den „Dubliners“ oder Herman van Veen, um nur einige zu nennen.

Die Kultur bei dem großen Hafen- und Technik-Fest sei ihm „ein ganz ernsthaftes Anliegen und keine Hintergrund-Berieselung“. Da gehe es um wichtige Inhalte, zum Beispiel um das Thema Integration beim „Interkulturellen Musik-Projekt“. Man habe sich für 2017 zu einem „Konzept durchgerungen“, so Reinhardt. Es werden ausschließlich Künstler aus der Region vorgestellt, mit einem Schwerpunkt aus Flensburg und Umgebung. Für das komplette Musik-Programm zeichnet der Musiker-Stammtisch Flensburg und Umgebung mit den führenden Köpfen Hans Soltysiak und Norbert Schug verantwortlich.

Das 2016 gegründete internationale Ensemble des Flensburger Griechen Stelios Antoniou vereint zehn Musiker aus Deutschland, Griechenland, Syrien, Irak, Albanien und der Türkei. Arabische und orientalische Elemente werden hier mit europäischer Musik sowie Rock und Pop verschmolzen. Zu erleben ist die Gruppe am Freitag, 7. Juli, um 17.30 Uhr an der Hafenspitze.

Aus einer Vielzahl von Bewerbungen haben die Veranstalter 60 in die engere Auswahl genommen und daraus ein möglichst vielfältiges Programm gestrickt: „Wir hatten nur 19 Bühnenplätze“, bedauert Soltysiak. Zu den Highlights zählen sicherlich erneut „The Rob Show“, ein Remake des legendären Konzertes von Robbie Williams beim Knebworth-Festival. Ein Local Hero ist auch der Liedermacher Kramer alias Frank Rühmann, der mit Band sein neues deutschsprachiges Programm präsentiert. Als absolute Newcomerin ist die junge Sängerin Jazzy Jasmin mit Gitarre dabei. Aus Dänemark bringen P.P. Tough knackigen Blues und Rock mit zum Dampf-Rundum. Vom „Deichträumer“ über „Easy Till“, von „Madison“ bis „Stubbs & Casters“, von Folk bis Punk und Heavy Metal, vom Solo-Sänger bis zum Chor sind nahezu alle Genres und Stilrichtungen beim kulturellen Dampf-Rundum vertreten.

Stelios hat sich vorgenommen, die Flensburger zum Tanzen zu bringen und plant einen doppelten Tanz-Flashmob mit möglichst viele Besuchern: am Sonnabend, 8. Juli, um 16 Uhr am Nordertor und um 16.45 Uhr an der Hafenspitze.

Um die Schiffe nicht ganz aus dem Fokus fahren zu lassen, erinnerte Michael Reinhardt bei der jüngsten Dampf-Rundum-Pressekonferenz an die norwegische „Sandnes“, ein „Kleinod der Seefahrt“ und Unesco-Weltkulturerbe, an die Dampfwalze aus den Niederlanden und an die aus alten Teilen neu zusammen gebaute „George Stephenson“. Wer sich für die Geschichte des einmaligen Dampfer-Treffens interessiert, kann sich auf der Website der Veranstaltung die 230 Seiten lange Abhandlung von Hans-Erhardt Henningsen zu Gemüte führen.

www.flensburger-dampfrundum

zur Startseite

von
erstellt am 13.Jun.2017 | 06:51 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen