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Kurioser Einsatz in Hürup : Kuh „Lilly“ versinkt im Moor – Rettungsaktion der Feuerwehr

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Bis zum Bauch steckte das trächtige Highland-Rind im Schlamm. Bauer und Helfer konnten das Tier allein nicht befreien.

Hürup | Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde die Freiwillige Feuerwehr Hürup-Weseby am Freitagabend gerufen. Mit dem Stichwort „Kuh steckt im Moor“ wurden die Kameraden der Feuerwehr gegen 19.15 Uhr in die Hauptstraße nach Hürup alarmiert. Eines der Highlandrinder eines ortsansässigen Bauern war auf der moorartigen Wiese bis zum Bauch eingesunken und konnte sich nicht mehr selbst befreien.

Bereits am Nachmittag bemerkte man, dass „Lilly“ feststeckte und versuchte fortan das Tier zu befreien. Der Bauer und freiwillige Helfer wollten das Tier auszugraben, doch alle Versuche „Lilly“, die derzeit auch noch trächtig ist, zu befreien, schlugen fehl. So entschloss man sich am frühen Abend die Feuerwehr um Hilfe zu bitten.

Eine Tierärztin wurden ebenfalls hinzugezogen um die Rettungsaktion fachkundig anzuleiten. „Problematisch war der aufgeweichte Untergrund auch für die Einsatzkräfte. Mit den Feuerwehrfahrzeugen war kein Herankommen an die Einsatzstelle möglich und auch die Traktoren der Bauern konnten nicht direkt bis zu „Lilly“ vorfahren, da die Gefahr bestand, dass diese ebenfalls einsinken würden. Mit Hilfe von Seilen und einem Traktor gelang es das Tier gegen 20 Uhr zu befreien“, berichtet Wehrführerin Anja Engelbrechtsen, „während der ganzen Rettungsaktion wurde „Lilly“ von der zuständigen Tierärztin überwacht.“

Foto: Benjamin Nolte

Mit sorgenvoller Miene beobachteten Feuerwehrleute, die Besitzer und auch die Kinder der Besitzer wie sich „Lilly“ nach ihrer Rettung verhalten würde. Zur Überraschung aller dauerte es keine fünf Minuten, da stand sie auf und begann bereits herbeigebrachtes Heu zu fressen und Wasser zu trinken.

„Lilly“ blieb während der stundenlangen Rettungsaktion überraschend ruhig, beobachtete das bunte Treiben um sie herum neugierig. „Lilly ist ganz offensichtlich ein sehr willensstarkes Tier“, so Engelbrechtsen, „sie scheint die ganze Aktion gut verkraftet zu haben“. Ob auch mit ihrem Kalb alles in Ordnung ist, dass werden Untersuchungen in den kommenden Tagen zeigen. Um zu verhindern, dass „Lilly“ oder die anderen Highland-Rinder der Herde erneut in dem moorastigen Untergrund einsinken, will der Bauer den Bereich nun einzäunen.

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erstellt am 11.Apr.2015 | 09:11 Uhr

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