Gelting : „Kuddelmuddel“ mit Überraschung

Glückwunsch: Dirk Kellermann (li.), Leiter der Badmintonsparte beim MTV Gelting und Vereins-Zweiter 2017, gratuliert dem neuen Badminton-Meister Heribert Hertel zum großartigen Erfolg.
Glückwunsch: Dirk Kellermann (li.), Leiter der Badmintonsparte beim MTV Gelting und Vereins-Zweiter 2017, gratuliert dem neuen Badminton-Meister Heribert Hertel zum großartigen Erfolg.

Der MTV Gelting beschließt das Jahr mit einer ungewöhnlichen Vereinsmeisterschaft.

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29. Dezember 2017, 13:31 Uhr

Der Dezember ist traditionell der Monat, in dem die Badmintonabteilung des MTV Gelting ihren Meister ermittelt. Die Federball-Sportler machen das nicht irgendwie. Sie veranstalten ein totales „Kuddelmuddel“. Entsprechend ungewöhnlich ist dann oft das Ergebnis. So war es auch in diesem Jahr. Das „Kuddelmuddel“ lief nach einem speziellen System ab – anders als üblich. Gespielt wurde nicht etwa jeder gegen jeden, oder im K.o.-System. Stattdessen wurden aus der Gruppe der um die Meisterschaft Konkurrierenden die Gegner Partie für Partie zusammengelost. Da konnte es schon passieren, dass zwei Konkurrenten wiederholt aufeinander trafen – das Los entschied.

Dann dauerte jedes Spiel nur zehn Minuten. Sieger war, wer nach dieser Zeit die Nase vorn hatte – die Uhr kannte keine Gnade. Für die Veranstalter hat so ein „Kuddelmuddel“ Vorteile: Die Turnierzeit lässt sich leicht planen. Auch muss nicht jeder gegen jeden spielen, sondern überhaupt nur fünf Mal aufs Spielfeld. Das spart Energie. Und wer am Ende die meisten Punkte holt oder sogar alle Spiele gewinnt, ist Vereinsmeister. Theoretisch könnte so der Vereinsmeister schon nach einer Stunde feststehen. Tatsächlich dauert es länger.

Insgesamt 13 Teilnehmer bewarben sich in diesem Jahr um den begehrten Vereinsmeistertitel bei den Damen und den Herren.

Dem besonderen System sei Dank: Am Ende des Tages hatte „Außenseiter“ Heribert Hertel als neue „Nummer Eins“ in der Badmintonsparte des MTV Gelting die Nase vorn – allerdings ohne die schärfste Konkurrenz: Vorjahressieger Boris Kratz war beim Jahresabschlussturnier nicht dabei. Doch Ehre, wem Ehre gebührt: Hertel ging nach allen fünf Spielen als Sieger vom Platz. An diesem Tag schaffte das kein anderer. Und damit stand der angebliche „Außenseiter“ Hertel als neuer Vereinsmeister fest. Verblüffend, denn eigentlich waren vor Turnierbeginn enge Ergebnisse und Fights von vier ganz anderen, nahezu gleich starken Protagonisten erwartet worden. Das Spielsystem mit seinen Besonderheiten wurde zum unberechenbaren Faktor im Turnier und war für so manches überraschende Ergebnis gut.

Mit Glück und Geschicklichkeit nutzte Heribert Hertel seine Chance und ließ sich am Ende des Tages als Sieger und Ranglisten-Erster neben Daniela Lück, die bei den Damen gewann, feiern. Der als heimlicher Favorit gehandelte Carsten Dräger musste sich dagegen sogar nur mit Platz drei begnügen. Er hatte gegen Oldie Dirk Kellermann, der schließlich Vize-Meister wurde, im entscheidenden Spiel zu viele Federn gelassen.



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