Verkehr in Flensburg : Kritik an Verengung der Husumer Straße

Zu schmal: Kombinierter Geh- und Radweg an der unteren Husumer Straße.
Zu schmal: Kombinierter Geh- und Radweg an der unteren Husumer Straße.

Arne Rüstemeier befürchtet neue Rückstaus

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19. Juli 2018, 06:55 Uhr

Die Ankündigung der Stadt, die untere Husumer Straße einspurig zu gestalten, bleibt nicht ohne Resonanz. „Man hätte rechtzeitig ankündigen können, dass eine Anordnung droht“, monierte Arne Rüstemeier, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Ihn stört die Reihenfolge des Vorgehens: Die Verwaltung ordnet an und führt durch, die Diskussion im Umwelt- und Planungsausschuss kann wegen der Sommerpause erst am 14. August stattfinden.

„Es scheint, man habe die Anordnung herbei gewartet“, so der CDU-Mann. In der Tat: Die Sperrung der Brücke wegen mangelnder Stabilität erfolgte im März. Dass der kombinierte Geh- und Radweg, der als Argument für die Einspurigkeit nach Wiedereröffnung angeführt wird, zu schmal und damit nicht rechtskonform ist, dürfte zu diesem Zeitpunkt schon bekannt gewesen sein.

„Auch wir wünschen uns eine Verbesserung der Situation für Radfahrer“, so Rüstemeier weiter. „Aber Drangsalieren der Autofahrer – das geht uns gegen den Strich.“ Die Husumer Straße sei eine Hauptverkehrsader aus der Stadt heraus, und er befürchte, dass der neue Engpass „zu Komplikationen“ – sprich: Rückstaus – führen werde.

Er bezweifelte auch die am Dienstag ins Feld geführten Verkehrszahlen. Tatsächlich passte die Rathausstraße nicht ganz in die Größenordnung. Hier fahren gut 6000 Fahrzeuge pro Tag in eine Richtung, in der unteren Husumer Straße seien es gut 9000, so Stadtsprecher Clemens Teschendorf gestern. Die Nordstraße ab Schottweg Richtung Wees und die Mürwiker Straße haben aber ungefähr so viel Verkehr wie die untere Husumer Straße.

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