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Haus der Familie : Krebs-Nachsorge: Allein in der Krankheit?

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Thementag zur Krebs-Nachsorge findet für Erkrankte und Angehörige, aber auch nicht Betroffene im Haus der Familie statt.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Im Raum Flensburg leben 8000 Menschen mit einer Krebserkrankung. 3,5 Prozent aller Einwohner Schleswig-Holsteins sind daran erkrankt – eine Zahl, die über dem Bundesdurchschnitt liegt. Die Diagnose verändert das Leben radikal und stellt Betroffene wie auch Angehörige vor große Herausforderungen.

Das 2011 ins Leben gerufene Netzwerk „Krebskompass“ ist mit dem Ziel angetreten, die psychosoziale Nachsorge in Flensburg und Umgebung zu verbessern. Die Organisatoren veranstalten zum zweiten Mal einen Thementag für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Am Sonnabend, 8. November, wird es im Haus der Familie ab 14 Uhr darum gehen, welche Rolle das soziale Umfeld bei einer Krebserkrankung spielt. „In Familie oder Partnerschaft kann schnell das Gefühl entstehen, das man sich mit der Krankheit allein fühlt“, sagt Koordinatorin Jane Jöns von der Beratungsstelle Kibis. Doch es gibt in Flensburg ein weit verzweigtes Netzwerk professioneller Helfer – vom Katharinen-Hospiz am Park über das Tumorzentrum Flensburg bis hin zum Pflegestützpunkt der Stadt, um nur einiges zu nennen.

„Bei der Veranstaltung sollen sich Vertreter der Institutionen und Betroffene auf Augenhöhe begegnen“, sagt Jane Jöns. Aber auch nicht Betroffene, Menschen, die mit dem Thema im engeren Sinne nichts zu tun haben, sind ausdrücklich eingeladen. „Vielleicht entwickelt sich bei ihnen ein anderer Blickwinkel, wenn sie mit der Krankheit konfrontiert werden“, hofft Jane Jöns. Neben umfassender Information steht also der gegenseitige Austausch im Vordergrund.

Im Mittelpunkt stehen Vorträge des bekannten Psychoonkologen Manfred Gaspar sowie von zwei betroffenen Frauen – Gabriele Schulze und Karin Krawietz von der Selbsthilfegruppe „Menschen mit einer Krebserkrankung“. Sie werden im Rahmen einer um 15.45 Uhr beginnenden Talkrunde „Allein in der Krankheit?“ berichten.

Gaspar ist ein renommierter Psychoonkologe und war jahrelang Leiter der psychosozialen Abteilung der onkologischen Reha-Klinik Nordfriesland und leitender Psychoonkologe der Hamm-Kliniken. Er ist ausgewiesener Experte, was hilfreiche und gute Gespräche mit Erkrankten und ihren Angehörigen angeht. Seit 1976 in diesem Fach tätig und für seine fundierten und anschaulichen Vorträge bekannt. Sein Vortrag um 14.45 Uhr ist überschrieben mit „Soziale Unterstützung in einer Krebserkrankung“.

Um 17 Uhr klingt die Veranstaltung mit einem Imbiss aus. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch erwünscht; die Teilnahme ist kostenlos. „Wir wünschen uns“, hofft Jane Jöns, „einen angeregten Dialog.“

 

 

 



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