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Neues Forum in der Innenstadt : Kreative Keimzelle Hafenquartier

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Anlieger der Norderstraße und Umgebung haben ein neues Bürgerforum für das Viertel zwischen Rummelgang und Kaikante ins Leben gerufen.

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2015 | 12:12 Uhr

In fast allen Stadtteilen gibt es mittlerweile Bürgerforen, die sich um die Belange des Viertels kümmern. Sie müssen von der Stadtverwaltung bei Planungen, die den Stadtteil betreffen, gehört werden. Doch wer ist in den Foren aktiv? Wir stellten elf Foren in einer Serie vor. Heute: das gerade erst ins Leben gerufene Forum Hafenquartier.

Die Zeitungsserie über die Stadtteilforen gab bei Markus Brüggemann den Ausschlag, ein solches Forum in seinem Viertel zu gründen. Der Flensburger hat sein Büro an der Norderstraße. Er sprach Nachbarn und Anwohner an und fand in wenigen Wochen sechs Mitstreiter für sein Vorhaben. Die Gruppe legte vor kurzem den Namen des Forums, den Bereich und erste Ziele fest: Das Forum Hafenquartier will sich für Belange der Menschen im Gebiet zwischen Neuer Straße und Nordertor sowie Rummelgang und Hafenkante einsetzen.

„Wir wollen das nachbarschaftliche Gefüge und Gefühl stärken“, sagt Luise Harfmann. „Und den Austausch ermöglichen“, ergänzt Julia Denker. Ein Stadtteilfest im September könnte diese Möglichkeit fördern und die erste öffentliche Plattform mit „Tuchfühlung“ für das junge Forum sein. Alle Anwohner und Gewerbetreibenden des Viertels sind willkommen, daran mitzuwirken, wie Gudrun Hugendubel sagt.

Hugendubel und Harfmann sind seit Anfang des Jahrtausends im Quartier. Carsten Theet, Denker und Brüggemann gehören zu den Neulingen um die Norderstraße. „Hier ist viel altes Flensburg stehen geblieben“, schwärmt Brüggemann für seine neue Arbeitsumgebung. Dennoch gehöre ein steter Wandel zum Viertel dazu, ist sich die Gruppe einig: „Wir haben hier türkische Läden, einen Multikulti-Frisör, Moscheen, Hafen und Museumshafen, Schifffahrtsmuseum, Phänomenta und Dänische Bibliothek.“ Das sei ein hohes kulturelles Angebot. Umso unverständlicher ist es für einige in der Gruppe, dass die Norderstraße bei anderen Flensburgern einen schlechten Ruf habe. „Die Menschen sind hier eben schon immer in irgendeiner Form gestrandet. Wir sind nah am Hafen“, sagt Harfmann. Das mache das Quartier zu einer kreativen Keimzelle der Stadt. „Die Anwohner finden die Straße total toll.“

Trotz des vierteltypischen Wandels, beobachtet die Gruppe die Immobilienentwicklung sehr genau. „Wir können uns für eine sanfte Entwicklung einsetzen“, äußert sich Carsten Theet. Das Mietniveau solle auf jeden Fall erschwinglich bleiben. Ein Schickimicki-Viertel will keiner.

Wer das Forum Hafenquartier kennen lernen möchte, hat dazu am 3. Juli Gelegenheit. Dann stellen die Sechs sich und das Forum vor. Wer mit Rat und Tat ehrenamtlich helfen möchte, ist im Kolabor an der Norderstraße 85 willkommen. Einigen diene der Raum hinter den Schaufenstern in mintgrünem Rahmen ohnehin bereits als Treffpunkt, berichtet Hugendubel.

Die Stadt indes begrüßt grundsätzlich ein solches Engagement, wie ihr Sprecher Clemens Teschendorf sagt: „Wir werden all die Gruppen als Foren unterstützen, die für ihren Stadtteil wirken und von der Stadt unterstützt werden wollen.“

Das Forum Hafenquartier trifft sich am 3. Juli um 18 Uhr im Kolabor, Norderstraße 85. Interessierte sind willkommen.

 

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