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Stadtteilforen in Flensburg : Krähen stören Menschen auf der Rude

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Erstes Stadtteilforum in Flensburg wurde 1980 in der Südstadt gegründet und fiel dann fast 20 Jahre in einen Dornröschenschlaf.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2015 | 12:00 Uhr

Flensburg | In fast allen Stadtteilen gibt es mittlerweile Bürgerforen, die sich um die Belange des jeweilen Viertels kümmern. Sie müssen von der Stadtverwaltung bei Planungen, die den Stadtteil betreffen, einbezogen und gehört werden. Doch wer ist in den Foren aktiv? Wir stellen die elf Foren in einer Serie vor. Heute: Das Rude-Forum.

Sie sticht sofort ins Auge, die neue Bank an der Ecke Schleswiger Straße/Zur Bleiche. Und auf diese Sitzgelegenheit sind John Krieger, Claus Kühne und Kurt Neumann vom Rude-Forum mächtig stolz. Schließlich ist es ihnen zu verdanken, dass sich die Ruder Einwohner seit einem Monat auf der Bank ausruhen können. Als die Eigentümer an der Schleswiger Straße 60 bauen wollten, äußerte Kühne den Wunsch nach einer Bank auf dem Gelände. Diesem stimmten die Eigentümer zu und spendeten die Sitzgelegenheit. „Es sind nur Kleinigkeiten, die das Forum umsetzt“, sagt Kühne. Doch genau diese Kleinigkeiten sind wichtig, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

Das Rude-Forum ist das älteste Stadtteilforum Flensburgs und blickt auf eine 35-jährige Geschichte zurück. 1980 wurde es gegründet. Doch damals fiel die Initiative in einen Dornröschen-Schlaf, aus dem sie erst 1999 wiedererweckt wurde. Anlass war die Unzufriedenheit der Bewohner mit den Hausverwaltern und dem „Zerfall“ der Hochhäuser am Lundweg. Unter deren Mitwirkung wurde damals eine Lösung für das Problem gefunden.

Seit 2003 ist das Forum ein eingetragener Verein mit 35 Mitgliedern. Diese kommen zurzeit drei- bis viermal im Jahr zusammen, um über aktuelle Themen zu sprechen. Mit dabei sind dann die Schulleitung, der Pastor, Vertreter aus dem Kindergarten sowie dem Kinder- und Jugendbüro, die Fraktionen, die Polizei und natürlich Bewohner. Je nach Thema kommen zwischen 15 und 20 Leute, sagt John Krieger, der vor zweieinhalb Jahren die Nachfolge vom Vorsitzenden Jürgen Uwe Maßheimer übernommen hat. Doch er, Kühne und Neumann finden, dass die Anteilnahme der Ruder höher sein könnte. „Viele Leute empören sich über gewisse Zustände“, sagt Kühne. Aber dabei bliebe es dann.

Informationstechnisch ist das Rude-Forum gut aufgestellt, was nicht zuletzt an der Teilnahme der verschiedenen Fraktionen an den Versammlungen liegt. In einem Schaukasten in der Diblerstraße werden aktuelle Anliegen stets veröffentlicht. Das Forum diente auch als Plattform für das „Energetische Quartierskonzept“, das von der Stadt Flensburg und der KfW-Bank gefördert wird.

Probleme gibt es immer. „Wenn man mit offenen Augen unterwegs ist, fällt einem etwas auf“, erzählt Kühne. Zurzeit stehen die Krähen in Rude auf der Liste des Forums. Sie sind den Anwohnern vor allem wegen des Lärms ein Dorn im Auge. Außerdem verschmutzen sie laut Krieger die Sandkiste des Kindergartens. Um die Vögel zu verschrecken, soll sich nun ein Falkner mit einem Falken in Rude aufhalten. Auch das ehemalige Max-Bahr-Gelände haben die Mitglieder stets im Blick.

Ein weiteres Thema, dass sich das Stadtteilforum im Süden Flensburgs auf die Fahne schreiben kann, ist die Schulwegsicherung mit Ausbau und Erneuerung des Wilhelminentals. Dies betrifft den Schulweg der Kinder von der Rude bis zur Gemeinschaftsschule West.

Bereits erschienen sind die Artikel über das Forum Tarup am 7. April, das Forum Weiche (8. April) und das Forum Mürwik (10. April).

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