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Handewitt : Kräftemessen der Jugendwehren im Kreis

vom

Zehn Wehren mit 108 Teilnehmern traten gegeneinander an.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 07:25 Uhr

Handewitt | Es ging durchaus knifflig zu beim diesjährigen Kreisjugendfeuerwehrtag in Jarplund. Die Nachwuchskräfte wie auch die Wertungsrichter beäugten die Seile auf dem Balken ganz genau. War das wirklich ein "Doppelter Ankerstich"? Die Schiedsrichter gingen in die Hocke, betrachteten die Knoten auch von unten. Letztendlich das Urteil: "Drei der vier Knoten sind nicht richtig - aber da ihr zumindest welche gemacht habt, bekommt ihr jeweils nur einen Punkt abgezogen."

Alljährlich findet der Kreisjugendfeuerwehrtag (samt Kreisentscheid für den Jugendfeuerwehr-Bundeswettbewerb) an einem anderen Ort statt - stets jedoch am Sitz einer der 34 Nachwuchswehren im Kreis. Im vergangenen Jahr war Erfde an der Reihe, diesmal Jarplund-Weding.

Zehn Wehren mit 108 aktiven Teilnehmern und zahlreichen Reservisten tummelten sich auf dem Sportplatz. Es waren schon mal mehr. "Häufig hörte ich bei Absagen, dass an diesem Tag andere Aktivitäten anliegen würden", erklärte Kreisjugendwart Ralf Hansen, "anderen war der Winter zu lang und damit die Vorbereitungszeit zu kurz". Es fehlte sogar der Gastgeber. Denn die Jarplund-Wedinger Gruppe ist mit zwölf Mitgliedern ohnehin recht klein und konzentrierte sich deshalb auf die Organisation. "Die Jungs wollten nicht beides machen", erklärte der Jugendwart Kaj Boysen. Das Kalkül ging auf. Zum Ende gab es von allen Teilnehmern Applaus für die gelungene Veranstaltung. Etwas Wärmeres gab es an diesem verregneten Tag nur einmal - in der Mittagspause: Bratkartoffeln und Schnitzel aus der Johanniter-Feldküche. Alles kostenlos, da die Ostangler Versicherung sowohl Verpflegung als auch Pokale sponserte.

Vom Schmuddelwetter ließen sich die starteten Teams dann auch nicht abhalten. Auf dem Rasen musste dann eine Löschangriff nachgestellt werden. Dabei wurden Saugschläuche verkuppelt, Kletterwand sowie Tunnel gemeistert und Knoten produziert. Wenn etwas schief ging, wurden Zähler von der 1500-Punkte-Ausgangsposition abgezogen. Der zweite Abschnitt bestand aus einem 400-Meter-Hindernislauf, samt Spezialaufgaben.

Bei der Siegerehrung überreichte Kreispräsident Eckard Schröder schließlich die Pokale. "Wir haben nur einen Sieger und sonst Platzierte, Verlierer gibt es bei uns nicht", erklärte dazu Kreisbrandmeister Rainer Erichsen - und musste prompt feststellen, dass er nicht ganz Recht hatte. Denn Eggebek und Sörup lagen mit 1336 Zählern gleichauf, es gab also ausnahmsweise zwei Sieger. Deshalb wurde knifflig: Die Prämien mussten geteilt werden. Während sich die Söruper mit dem Ehrennadel-Satz in goldener Ausführung auf den Heimweg machten, erhielten die Eggebeker für die erste Zeit den Pokal. Handewitt belegte mit 1326 Punkten den dritten Rang und fährt damit auch zum Landesentscheid, der am 15. Juni in Schwarzenbek steigt.

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