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Flensburger Tageblatt

20. September 2017 | 07:52 Uhr

Maasholm : Kräftemessen beim Kuttertrecken

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Hafenfest lockt bereits seit 13 Jahren Besucher nach Maasholm.

shz.de von
erstellt am 10.Jul.2017 | 13:33 Uhr

Maasholm | Sie kamen, gingen als erste an den Start – und siegten beim Kuttertrecken, das als maritimes Spektakel der Maasholmer Hafentage inzwischen zum 13. Mal stattfand. „De Monarchen ut Angeln“ verteidigten ihren Vorjahrestitel und ließen mit einer Zeit von vier Minuten und 6,8 Sekunden keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie in Top-Form waren. Für das Team, das bereits zum siebten Mal mit von Partie war, war es der vierte Sieg, der gebührend gefeiert wurde. Dabei machten die Monarchen ihrem Namen alle Ehre. Sie sind keineswegs königlichen Blutes, sondern waren, so die Historie, bis in die 1950er Jahre in Angeln aus dem Osten kommende Tagelöhner. Die heutigen „Monarchen ut Angeln“ sind gestandene Mannsbilder und halten zusammen: Jörg Jensen aus Rabenholz, Niels Jürgensen aus Esgrusschauby, die Brüder Niklas und Max Jürgensen aus Stausmark und Dollerup, Sören Junker aus Flensburg sowie Finn Zirbes aus Gelting.

Mit Muskelkraft, Taktik, Kondition und dem unmissverständlichen Willen, siegen zu wollen, hatten sich die „Monarchen“ wie auch die anderen acht Teams startklar gemacht. Zunächst schipperten sie vom Kai mit einem Schlauchboot zum 110 Meter entfernt am Hafeneingang liegenden Kutter „Goodenwind“ von Fischer Henning Petersen – 17 Meter lang, 42 Tonnen Leergewicht, Baujahr 1973. Dort nahmen sie einen Tampen entgegen, ruderten zurück und dann begann an Land das kräftezehrende Trecken.

Maasholms Nachwuchsfischer, die vor einem Jahr zweite geworden waren, gaben ihr Bestes, und verteidigten mit einer Zeit von vier Minuten und zwölf Sekunden diesen Platz. Auch das Team der Dachdeckerei Fritz aus Maasholm, die sich vor einem Jahr den dritten Platz „ertrekkten“, wiederholten diesen Erfolg. Für ihre Zeit von vier Minuten und 13 Sekunden gab es „Bronze“. Die weitere Platzierung: Junge Leute Gilde Maasholm und die Süderbraruper „Feuerfresser“. Das „Kommissariat Hollingstedt (ehemals Bullfighter) fand auf dem sechsten Platz wieder, gefolgt von den „Ouzo-Brothers“ aus Eggebek. Die zwei Männer und vier Frauen der Diakonie-Sozialstation belegten den achten Platz und überließen den „Fofteinern“, die mit ihrer unfreiwilligen Hafenrundfahrt viel an Kraft eingebüßt hatten, die „rote Laterne“.

Das Kuttertrecken, vor 13 Jahren im Rahmen der Hafentage ins Leben gerufen, hat von seinem Reiz nichts verloren. Das Spektakel lockt Besucher aus nah und fern in die Schleigemeinde. Dieses Kräftemessen der besonderen Art sucht seinesgleichen und wird von der örtlichen Feuerwehr, allen voran Paul Schlier, organisiert. Das wollen sich die Einheimischen und Gäste nicht entgehen lassen, sondern feuern als Fans die Mannschaften an. Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Schwager aus Stoltebüll fieberte mit. „Meine Frau ist zur Zeit in Norwegen und da bin ich Selbstversorger“, begründete er seine Anwesenheit.

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