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Flensburger Tageblatt

22. August 2017 | 07:59 Uhr

Kopfschütteln statt Sternstunde

vom

Nein, es war wirklich keine kommunalpolitische Sternstunde, die der Amtsausschuss Mittelangeln zur Frage einer hauptamtlichen Verwaltung ablieferte. Die Irritationen begannen bereits, als Amtsvorsteher Helmut Wacker von der erneuten Sitzung des Amtsausschusses sprach. "Haben wir etwas verpasst?", fragten sich die Besucher. Des Rätsels Lösung: Die Mitglieder des Ausschusses hatten sich zuvor bereits intern getroffen, um ihre Argumente auszutauschen. Wenn Wacker dies als offizielle Amtsausschusssitzung wertet, irrt er. Der Amtsausschuss tagt öffentlich - und zu den Sitzungen ist öffentlich zu laden. Gravierender ist allerdings die Vorgehensweise in der öffentlichen Sitzung. Da in geheimer Sitzung alles gesagt worden sei, so Wacker, gebe es keinen Diskussionsbedarf mehr. Matz Matzen kritisierte dies zu Recht, warum er als versierter Kommunalpolitiker allerdings seine Argumente nicht der Öffentlichkeit vortrug, bleibt sein Geheimnis. Der Beschluss ist rechtlich in Ordnung, die Vorgehensweise rief bei den Zuschauern Kopfschütteln hervor. Hatten nicht die Kandidaten noch vor der Wahl mehr Transparenz versprochen? Davon war nichts zu spüren. Schade, das Thema hätte eine kommunalpolitische Sternstunde werden können.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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