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125 Jahre FSTuG : Konstrukteure und Sprachgenies

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Fachschule für Technik und Gestaltung bildet in zwei Jahren staatlich geprüfte Techniker in der Fachrichtung Maschinentechnik aus.

Flensburg | Vor 125 Jahren wurde die Werkkunstschule Flensburg vom Möbeltischler und Bildschnitzer Heinrich Sauermann gegründet. Heute ist sie als Fachschule für Technik und Gestaltung Teil der Eckener-Schule. Zum Jubiläum stellt das Tageblatt in einer Serie die Bildungsgänge der Einrichtung vor.Heute: Maschinentechnik.

 

Die Fachschule für Technik und Gestaltung (FSTuG) Flensburg bildet im Rahmen einer zweijährigen Aufstiegsfortbildung den staatlich geprüften Techniker, Fachrichtung Maschinentechnik, aus.

Maschinentechniker werden als Fach- und Führungskräfte in allen technischen Funktionsbereichen eines Maschinenbauunternehmens wie Konstruktion, Entwicklung, Produktionsplanung, Fertigungssteuerung und Qualitätsmanagement eingesetzt. In der Industrie wird der staatlich geprüfte Techniker traditionell als Bindeglied zwischen den Meistern und den Ingenieuren angesehen. Tatsächlich überschneiden sich die Tätigkeitsfelder und Kompetenzen bisweilen stark, so dass eine klare Zuweisung im Sinne einer Hierarchie nicht getroffen werden kann. Im betrieblichen Alltag werden auch Ingenieur-Stellen mit Technikern besetzt.

Im Rahmen dieser Aufstiegsfortbildung besitzen praxisorientierte Projektwochen einen hohen Stellenwert. Rückmeldungen von externen Projektpartnern und Ehemaligen zeigen immer wieder, dass gerade diese Form der Unterrichtsgestaltung besonders effizient ist und bereits ein bedeutendes Aushängeschild der FSTuG darstellt. „Gleich zu Beginn meiner Arbeit habe ich gemerkt, wie gut ich meine durch die Projekt- und Teamarbeit erworbenen Kompetenzen anwenden kann“, berichtet ein Ehemaliger.

Die ein- bis dreiwöchigen Projekte beinhalten die gemeinsame Auftragsanalyse und Problemdefinition sowie das Entwerfen von Problemlösungen. Die fachlichen Schwerpunkte liegen zum Beispiel auf der Konstruktion oder Prozessoptimierung und orientieren sich an der beruflichen Realität eines Maschinentechnikers. Für die Arbeit werden Projektplanungstools des Projekt- und Qualitätsmanagements genutzt, Berechnungen durchgeführt, gegebenenfalls technische Zeichnungen erstellt oder ein Fertigungsplan erstellt. Abschließend wird das Projekt vor dem Auftraggeber präsentiert und die Projektaufgabe in Form einer Dokumentation übergeben.

Seit nunmehr zehn Jahren gibt es die verschiedensten Kooperationen mit renommierten mittelständischen Unternehmen in Flensburg und Schleswig-Holstein. Seit vier Jahren hat sich eine besonders gute Zusammenarbeit mit der Firma Lachenmeier aus Sonderburg etabliert, ein Hersteller von Verpackungsanlagen und Anbieter dazugehöriger Verpackungsfolien. Im Rahmen von nunmehr fast zwanzig Projektwochen konnte die FSTuG der Firma Lachenmeier in diversen Aufgabenbereichen zuarbeiten. „Die Projektergebnisse sind für uns so interessant, dass wir diese unmittelbar in interne Planungen einfließen lassen konnten“, berichtet ein Unternehmensvertreter.

Neben dem starken Praxisbezug bekommen die Sprachen Englisch und Dänisch einen höheren Stellenwert und motivieren die Studierenden, sich grenzüberschreitend zu bewerben. Zudem haben sie in den selbst mit ausgearbeiteten Projektunterlagen eine weitere Bewerbungsreferenz in ihrem Portfolio.

An vielen Standorten in Dänemark und Deutschland sind ehemalige Studierende der FSTuG erfolgreich ins Berufsleben integriert. Über die regelmäßig im Januar stattfindenden Fachschulinfotage wird der Kontakt zu diesen Ehemaligen gehalten. Sie berichten über ihre beruflichen Erfahrungen auch aus Dänemark und bestärken die FSTuG an dieser Form der praxisorientierten Projektarbeit festzuhalten.

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erstellt am 14.Aug.2015 | 16:15 Uhr

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