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Kollund-St. Peter-Ording: Klinik-Kooperation über die Grenze

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Bahnbrechend nennen die Verantwortlichen des Kollunder Privathospitals die Vereinbarung mit der Gesundheitsklinik „Stadt Hamburg“ in St. Peter-Ording. Die eben unterzeichnete Vereinbarung ermöglicht Patienten nach einer Operation in der Kollunder Klinik einen Reha-Aufenthalt in St. Peter-Ording. Umgekehrt sollen deutsche Patienten in dem m dänischen Privathospital Leistungen in Anspruch nehmen können.

Für Carsten Bruun, Chefarzt und Miteigentümer der Kollunder Klinik, liegt die Kooperation auf der Hand. „Es ist generell eine richtige und gute Verbindung, weil die Patienten einfach schneller gesund werden. Schlüsselwörter sind Ruhe, Fürsorge und Zeit, wieder zu Kräften zu kommen. Bei unserem Kooperationspartner steht zudem der gesamte Mensch im Fokus mit individuellen Plänen für Ernährung, Bewegung und Aufbautraining.“

„Die Patienten stehen im Mittelpunkt und künftig können wir sowohl Patienten als auch Mitarbeiter nach Bedarf austauschen, sodass wir eine optimale Qualität in der Behandlung und der Reha erreichen“, ergänzt Bruun. Wie er sagt, erhoffe man sich einen großen Synergieeffekt bei der Zusammenarbeit. Es gehe zum einen darum, den Patienten bestmöglichen Service zu bieten, zum anderen, „von den Kompetenzen gegenseitig zu profitieren und voneinander zu lernen“.

Obwohl eine neue EU-Verordnung Behandlungsmöglichkeiten im Ausland eröffnet, gehe man noch eigene Wege, so der Chefarzt. „Das Angebot einer Reha in St. Peter-Ording richtet sich in erster Linie an Patienten, die die Leistungen selbst bezahlen wollen und können oder über eine Zusatzversicherung verfügen. Über die normale Krankenversicherung seien die Leistungen nicht abgedeckt, erwähnt Carsten Bruun. Man sei aber bestrebt, mit der Region und mit Versicherungsgesellschaften einen Dialog zu führen, um den Sinn und Zweck und vor allem das Niveau der Reha-Behandlung zu verdeutlichen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit wird eigens ein Transportservice auf die Beine gestellt, der Patienten zwischen Kollund und St. Peter-Ording befördert.

Der Zusammenarbeit blickt auch der Leiter der Gesundheitsklinik „Stadt Hamburg“, Prof. Dr. Peter Jochimsen, zuversichtlich entgegen und setzt dabei auf die Stärke der Reha-Maßnahmen.

„Ausgangspunkt unserer Arbeit ist eine ganzheitliche Betrachtung, bei der die Physis und der Geist stimuliert werden, um die physische und psychische Konstitution gemeinsam aufzubauen. Wir kombinieren dabei traditionelle medizinische Behandlung mit einer Reihe alternativer Behandlungsformen“, so Jochimsen in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Entscheidender Faktor der Zusammenarbeit sei der identische Qualitätsanspruch in der Behandlung und der Nachbehandlung von Krankheiten. „Und die Nähe zum Patienten. Wir sind eine recht kleine Einrichtung und St. Peter-Ording auch. Dadurch werden eine gewisse Nähe zum Patienten und ein individueller Umgang gewährleistet“, so Carsten Bruun.

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