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Großspende : Körbeweise Medikamente für Praxis ohne Grenzen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Spendenhaus Tarp sammelte medizinische Spenden für karitative Zwecke und übergab sie jetzt an Dr. Jörn Pankow

Ein beeindruckender Medikamententransport rollte in diesen Tagen auf das Gesundheitshaus an der Norderstraße zu. Es war kein großes Pharmaunternehmen, das seine neu entwickelten Produkte an den Mann zu bringen versuchte – es handelte sich vielmehr um eine karitative Aktion. Das Spendenhaus Tarp hatte fleißig gesammelt.

Körbeweise schleppten Vereinsvorsitzende Regina Langfeldt mit ihrer Kollegin Heidi Petersen das medizinische Material in die „Praxis ohne Grenzen“. Dr. Jörn Pankow war geradezu überwältigt von der Vielfalt und Menge: Tabletten, Blutzuckermessgeräte, Verbandszeug, Spritzen, Kanülen und vieles mehr. „Das muss jetzt erst einmal gefiltert werden“, sagte Pankow. Heißt, geprüft wird auf den Bedarf und die Verwendbarkeit hin.

„Was wir selbst nicht gebrauchen können, wird an ein Krankenhaus in Rumänien weitergereicht.“ Dort gibt es eine riesige Nachfrage, es fehlt an fast allem; besonders Antibiotika, medizintechnisches Gerät oder orthopädische Hilfsmittel finden dankbare Abnehmer.

Regina Langfeldt kennt den Arzt schon seit langer Zeit, sie selbst und schon ihre Eltern waren Patienten bei dem nun im Ruhestand und ehrenamtlich arbeitenden Internisten. „Die Tarper haben bei der Aktion vorbildlich mitgezogen“, freut sich die Vorsitzende, deren Verein sich dem guten Zweck verschrieben hat. Er nimmt in seinen Räumen am Stapelholmer Weg 11 werktags zwischen 9 und 17 Uhr Spenden aller Art – Kleidung, Möbel, Haushaltsartikel – entgegen, um damit Bedürftige zu unterstützen. „Sie sollten aber schon in einem vernünftigen Zustand sein“, betont Regina Langfeldt, „wir sind keine Mülllsammelstation.“

Die „Praxis ohne Grenzen“ wirkt unter dem Dach der Diakonie, sie ist offen für mittellose Patienten ohne ausreichenden Krankenversicherungsschutz. Die Behandlung erfolgt auf Wunsch anonym und ist kostenlos. Pankow: „Seine Armut muss hier niemand nachweisen.“

 

 


Sprechstunde im Gesundheitshaus, Norderstraße 58-60, ist immer mittwochs von 15 bis 16 Uhr (ohne Anmeldung), Telefon 0461-85 26 00.

 

 

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