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Flensburger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 11:21 Uhr

Königlich und klassisch unter Segeln

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die „Kongelic Classic“ laden vom 29. bis 31. August wieder zum deutsch-dänischen Sport- und Kulturgenuss ein / 2015 fallen EU-Mittel weg

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2014 | 12:52 Uhr

Unter all den Hafenfesten und Segelregatten im Norden ist sie in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes. Die „Kongelig Classic 1855“ überschreitet eine nationale Grenze, verbindet drei Hafenstädte miteinander und vereint für diese Zeit klassische Yachten und ehemalige segelnde Berufsfahrzeuge, also Arbeitsschiffe unter Segeln. Auf einem dieser Schiffe, der „Solvang“ im Apenrader Südhafen, informierten die Veranstalter aus drei Städten über die dritte Ausgabe der KC 1855 vom 28. bis 30. August.

Der Klingelton des Flensburger Hafenkapitäns Frank Petry passt perfekt zum Ambiente; die Möwen seines Telefons schreien in der gleichen Tonlage wie die im Apenrader Hafen. Die Pressevertreter hocken auf der Bordkante, Bordhund „Saxo“ verfolgt die Pressekonferenz mit tierischer Gelassenheit. Die Regatta der drei Städte Flensburg, Sonderburg und Apenrade stärke die kommunale Zusammenarbeit über die Grenze hinweg, sagte Apenrades Tourismuschef Michael Hansen. Mit der bevorstehenden dritten Ausgabe ende jedoch die Förderung durch die EU, so dass die drei Städte die Veranstaltung ab 2015 allein finanzieren müssen. Pro Kommune koste der historisch-maritime Spaß 25 000 Euro. Bei einem Treffen der drei Bürgermeister hätten jedoch alle bekräftigt, dass es mit den Kongelic Classic auf jeden Fall weiter gehen soll.

Bisher haben die Skipper von 60 Schiffen ihre Teilnahme zugesagt; Frank Petry geht aber davon aus, dass in zwei Wochen dann sicher über 80 Yachten und Traditionssegler an den Start gehen werden. Die Teilnehmer kommen aus ganz Schleswig-Holstein und Dänemark. Die Regatta führt das Feld am Freitag, 29. August, nach Sonderburg, und von dort tags drauf durch den Alsensund nach Apenrade. In jedem der drei Orte gibt es ein Landprogramm, das größte und vielfältigste im Zielort Apenrade am 30. und 31. August.

Man werde die Klasseneinteilung aus dem vergangenen Jahr beibehalten, so Petry. Auch werden die klassischen Yachten und die Berufsfahrzeuge auf unterschiedlichen Bahnen an den Zielort geschickt, weil letztere weniger gut kreuzen können, jedoch alle Schiffe ungefähr zeitgleich in den Häfen einlaufen sollen. Als Regatta-Begleitschiffe fungieren das Kümo „Gesine“, der Schlepper „Flensburg“, das Motorschiff „Jægerspris“ und zwei Schlauchboote.

Die „Kongelic Classic“, die auf eine Regatta des Jahres 1855 zurück geht, komme bei den teilnehmenden Crews sehr gut an, betonte Nis-Edwin List-Petersen, Eigner der „Solvang“ und ein Urgestein in der Szene der Traditionssegler. Das Landprogramm konzentriere sich auf maritimes Handwerk, maritime Spielangebote für Kinder und Kultur und sei kein Jahrmarkt, so List-Petersen.

Die Projektkoordinatorin Berit Jensen aus Apenrade warb vor allem für das umfangreiche kulturell-maritime Landprogramm in ihrer Stadt. Am Sonnabendmorgen wird die Festmeile eröffnet. Im Mittelpunkt steht die Spielmeile, mit der Kindern und Jugendlichen traditionelle Seemannschaft und maritime Gebräuche näher gebracht werden sollen. Dazu kommen Handwerk, Mastakrobatik, Straßengaukler, Kutschfahrten, Stadtwanderungen und Aktivitäten auf dem Theaterschiff.

Wer sich vertieft mit maritimer Tradition beschäftigen möchte, kann sich auf der neuen Website www.maritimeserbe.eu umschauen; die hat der wissenschaftliche Volontär Vincent Büsch (Schifffahrtsmuseum Flensburg) für ein Netzwerk von 30 Institutionen beiderseits der Grenze eingerichtet (siehe Artikel auf Seite 9). www.kongelig-classic.com

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