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Flensburger Tageblatt

19. November 2017 | 10:00 Uhr

Köcheclub im Osterfieber

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Was Azubis aus dem ersten oder zweiten Lehrjahr hinter den Kulissen des Flensburger Fleischkontor erfahren

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2014 | 09:00 Uhr

„Fleisch schneidet man immer gegen die Faser“, hieß es diese Woche, als sieben Jungköche und ihre Projektleiter Sina Jacobsen und Maik Diekmann das Fleischkontor an der Batteriestraße besichtigten. Damit folgten die Azubis aus dem ersten oder zweiten Lehrjahr einem Angebot des Köcheclubs, Themen für ihre Prüfung außerhalb des betrieblichen und schulischen Lehrstoffs zu festigen.

Fleischkontor-Geschäftsführer Hans Werner Prätorius führte die Gruppe in die Zerlegung. Besonders auf die Hygienevorschriften werde viel Wert gelegt. Ohne Einweganzug, Schuhüberzieher, Fußdusche und Händewaschen gebe es keinen Einlass. Die angehenden Köche, ganz in weißer Arbeitskleidung, versammelten sich um Schlachter Elver Behn, der ihnen die fachgerechte Zerlegung eines Osterlamms vorführte.

Ein salziger Fleischgeruch liegt in der kühlen Raumluft, eine Säge kreischt und es knackt immer wieder, während das Lamm in seine Einzelteile zerlegt wird. Ein Tipp vom Profi: Spritzstellen im Fleisch verhärten und dürfen nicht verwendet werden. Das Team um Elver Behn und Hans Werner Prätorius zeigten anhand eines zerlegten Rindes, welche Stücke Fleisch die Köche später als Gulasch oder Rouladen zubereiten können. Die Köche in spe erfuhren, wie das Fleisch unter strengen Vorschriften bearbeitet wird, bevor sie es in der Pfanne zubereiten dürfen. Die Hackfleischverordnung regelt zum Beispiel, welche Teile zu Hack verarbeitet werden dürfen.

Für Maik Diekmann war der Jugendnachmittag des Köcheclubs ein voller Erfolg: „ Es ist wichtig, dass die Schüler das Fleisch zu schätzen lernen und dass sie wissen, welch harte Arbeit dahinter steckt“, sagt der stellvertretende Küchenchef des Strandhotels Glücksburg. Für die Projektleiter ist besonders wichtig, dass der Spaß am Beruf nicht zu kurz kommt. Nina Kaudyk (20), Auszubildende im Strandhotel Glücksburg, zeigte sich vom Lehrausflug jedenfalls sichtlich begeistert. Ihr habe es sehr gefallen, sie sei sogar bereit, irgendwann mal selber ein Tier zu zerlegen.

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