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Internationales Treffen der Gilde: : Knoten ohne Ende

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Beim Knotenmachertreffen in Flensburg trafen zwölf Nationen im Schifffahrtsmuseum aufeinander.

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2013 | 17:55 Uhr

Im Schifffahrtsmuseum fand am Wochenende das Halbjahrestreffen der „International Guild of Knottyers“ statt. Aus ganz Europa und Übersee kamen über 50 Knotenmacher und Knotenmacherinnen im Schifffahrtsmuseum zusammen. Auf allen Stockwerken und im gesamten Hof präsentierten sie ihre Stände mit den verschiedensten Knoten, Werkzeugen und ihren aktuellen Arbeiten.

Bei der Begrüßung am Sonnabend vormittag durch Bürgermeister Henning Brüggemann und Museumsleiter Thomas Overdick wurde auf die lange Tradition und die wichtigen Aufgaben der Knotenmachergilde hingewiesen. Organisator Knut Buttgereit hob in seiner Rede nochmals die Verbreitung des Wissens der Knotenmacher und deren Kunstfertigkeit an die jungen Menschen hervor. Das sei unverzichtbar, um das Überleben in der Zukunft zu sichern.

Auch der Präsident der Internationalen Knotenmachergilde, Dr. Colin Byfleet aus England, freute sich auf dieses schöne Treffen und den Austausch der vielen Freunde und Mitglieder. So wurde drei Tage lang im Schifffahrtsmuseum gearbeitet, vorgeführt und geknotet. Die vielen Knotenmacher aus England, Dänemark, Schweden, Finnland, China, Irland, Israel, den Niederlanden, Norwegen und sogar aus den USA brachten geballtes Wissen zusammen. So konnten Kinder und Familien nicht nur seemännische Handarbeiten und kunstvoll gefertigtes „Fancy Work“ bewundern, sondern es wurde ausdrücklich das Mitmachen und Ausprobieren an allen Ständen gewünscht.

Ob Affenfaust, Seemannsknoten, Diamant, Palstek, Knoten gab es in allen Variationen und zu allen Zwecken. Ein weiterer Höhepunkt war die „Six Knot Challenge“, ein Wettbewerb, bei dem sechs Seemannsknoten nach Zeit geschlagen werden sollten.

Im Hof des Schiffahrtsmuseums wurden zudem im Zelt praktische Arbeiten vorgeführt und im Werkhof stand der Reepschläger mit allen Werkzeugen Rede und antwort. Auch den Nachbau einer Smakke Jolle konnte man im Hof besichtigen. Eine Sonderausstellung mit einer Installation von Inga Momsen unter dem Titel „Spinnweben, Sommerfäden und Distelstiele“ rundete das Halbjahrestreffen ab.





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