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Flensburger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 21:05 Uhr

Handewitt : Knappe Mehrheit gegen Windpark

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeindevertretung lehnt Antrag auf Bau eines Neuen Parks „Jerrisbek“ ab.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 12:36 Uhr

Handewitt | Zwei Anträge der CDU-Fraktion prägten die jüngste Sitzung der Handewitter Gemeindevertretung. Einer flog allerdings nach längerer Diskussion von der Tagesordnung. Hintergrund: Einige Landeigentümer und weitere Interessenten möchten im Süden der Kommune einen Windpark „Jerrisbek“ realisieren. Doch das vorgesehene Areal, unweit des Kiesnachnutzungsprojekts „Seenlandschaft Flensburg“, findet im neuen Windkraft-Regionalplan keine Berücksichtigung. Die Windpark GbR brachte neue Fakten ins Spiel, die die CDU überprüfen lassen wollte.

Dieses Ansinnen stieß aber auf großen Widerstand. Die Kommunalpolitiker hatten 2016 in mehreren Sitzungen ein umfangreiches Windenergie-Konzept erstellt. „Die Fläche, über die wir jetzt sprechen, befindet sich bestenfalls in der dritten Priorität“, kommentierte Helga Knaack, Vorsitzende des Planungs- und Umweltausschusses. „Wir werden jetzt nicht für punktuelle Änderungen das ganze Fass nochmals öffnen.“ Sie stellte einen Antrag auf Absetzung. Das 9:8-Votum – bei zwei Enthaltungen – reichte hauchdünn.

Mehr Wohlwollen ernteten die CDU-Überlegungen, die sich mit Veränderungen der Verkehrsströme im Ortsteil Handewitt befassten. Durch den angestrebten Ausbau der Bundesstraße 199 und einer zukünftigen Straßentrasse im gen Osten erweiterten Gewerbegebiet rechnen die Christdemokraten mit einer stärkeren Belastung des Frösleer Bogens. Deshalb schlugen sie eine weitere Querverbindung zwischen Alter Kirchenweg und Raiffeisenstraße vor. CDU-Fraktionschef Marx Plagemann skizzierte eine erste Idee, die „noch nicht in Stein gemeißelt“ sei. Es zeigte sich, dass bei einer Umsetzung auch Wohnbebauung, WEG-Planungen und Reitwegekonzept beachtet werden müssten. Die Thematik wurde an den Planungs- und Umweltausschuss verwiesen.

Im Februar hatte der Gemeinderat eine Resolution verfasst, um Forderungen von Kreisverkehren in Haurup-Hoffnung und Jarplund Nachdruck zu verleihen. Nun berichtete Bürgermeister Thomas Rasmussen von einem Antwortschreiben des Verkehrsministers Reinhard Meyer. „Da stehen viele gute Worte drin“, meinte der Handewitter Verwaltungschef. „Aber Herr Meyer hat nichts in Aussicht gestellt, er sieht keine Begründung für eine bauliche Veränderung.“ Die Gemeinde möchte in den nächsten Wochen über weitere mögliche Schritte beraten.

Im Rahmen des regionalen Klimaschutzkonzeptes wird die Kommunalpolitik demnächst drei Themenbereiche aufgreifen: die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, die Überprüfung des Radwegenetzes und die Einrichtung von Elektro-Ladesäulen. Achim Klinner (Grüne) gab sein Gemeinderatsmandat aus gesundheitlichen Gründen zurück. Für ihn rückte Manuel Mörs nach.

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