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Rossen-Preis 2015 : Kluge Köpfe sind auf dem Vormarsch

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zum sechsten Mal vergeben Pressestiftung, IHK, Europa-Universität und Fachhochschule Flensburg heute den Dr. Hans-Adolf-Rossen-Preis. Insgesamt sieben Abschlussarbeiten werden honoriert.

Flensburg | Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein Thema, das immer wieder heiß diskutiert wird. Vor allem die Betreuungszeiten machen Eltern zu schaffen, wenn sie neben der Kindererziehung ihrem Beruf nachgehen möchten. Auch Christoph Lemke-Pensel hat sich Gedanken darüber gemacht und diesem Thema seine Masterarbeit gewidmet, die er im Studiengang „Management Studies“, der an der Europa-Universität in Kooperation mit der Syddansk Universitet in Sonderburg angeboten wird, absolviert hat. Diese und sechs weitere Abschlussarbeiten von der Uni und der Fachhochschule Flensburg werden heute Abend in der Industrie- und Handelskammer (IHK) mit dem Dr. Hans-Adolf-Rossen-Preis ausgezeichnet. Der Preis wird in Erinnerung an einen früheren Unternehmer und IHK-Präsidenten vergeben und honoriert hervorragende Leistungen.

Lemke-Pensel, der Vater von 14 Monate alten Zwillingen ist, hat in seiner Abschlussarbeit personalwirtschaftliche Strukturen in zeitlich flexiblen Kinder-Betreuungseinrichtungen untersucht. Dafür ist er durch ganz Deutschland gereist und hat sich mit Mitarbeitern von Kitas unterhalten, die flexible Betreuungszeiten anbieten. Durch seinen Professor ist er vor drei Jahren Teil eines Projekts der Kita Adelby 1 geworden und hat sich mit dem Team des Themas angenommen. „Ich habe mich schon während des Bachelor-Studiums für Personalwirtschaft und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie interessiert“, erzählt der Familienvater. So sei die Idee für die Master-Arbeit entstanden. Am Ende wollte er ein Konzept für eine zeitgemäße Kinder-Betreuungseinrichtung vorweisen. Und das ist ihm gelungen.

Der Master-Abschluss reiht sich in einen gut gefüllten Lebenslauf ein. 1996 begann der 35-Jährige eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und arbeitete nach einem Trainee-Programm einige Jahre als Marktleiter und stellvertretender Marktleiter. Danach wollte er etwas Betriebswirtschaftliches studieren. Da er sich für andere Kulturen und Sprachen interessiert, kam für ihn der Bachelor-Studiengang „International Management-Studies“ in Frage. Dem folgte der Master.

Für andere Kulturen interessiert sich auch Vivian Hauffe. Die gebürtige Berlinerin lebt seit November in Singapur und macht dort ein Praktikum. Sie arbeitet für eine kleine Firma und kümmert sich hauptsächlich um das Online-Marketing und E-Commerce für zwei frisch gegründete Betriebe: MrBerlin Singapur und simplyfresh.sg. Ihre Masterarbeit in Management Studies hat sie über ein Familienunternehmen aus der Drogeriebranche geschrieben und sich inhaltlich damit befasst, warum Schlecker Insolvenz anmelden musste und „dm“ eine erfolgreiche Drogeriekette ist.

Ruben Best ist durch ein Praktikum bei der Digitalagentur Syzygy AG in Hamburg, wo er im Bereich Digital Planning eingesetzt war, auf das Thema Webanalyse aufmerksam geworden und entschied sich, seine Bachelorarbeit darüber zu schreiben. Und so erstellte er als Außenstehender ein Rahmenkonzept für die Internetseite der Deutschen Bahn, das auch auf jede andere Website übertragen werden kann.

„Auswirkungen des weiteren Windenergieausbaus auf das Energiesystem Schleswig-Holsteins“ lautet der Titel von Lukas Wienholts Masterarbeit. Dafür hat der 27-jährige gebürtige Marburger (Hessen) eine stündliche Simulation der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und des Verbrauchs in Schleswig-Holstein für die nächsten zehn Jahre gemacht.

Janna Ehrenberg studiert zurzeit in Kopenhagen den Master in „Business, Language and Culture“ in der Spezialisierung „Diversity and Change Management“. Ihre Bachelor-Arbeit hat die gebürtige Hamburgerin aber an der Uni Flensburg geschrieben – über den Einfluss von Kultur auf das Konfliktmanagement in internationalen Teams.

Die Gardingerin (Kreis Nordfriesland) Mareike Schacht betrachtete in ihrer Bachelorarbeit den Kinofilm „Stromberg“ unter dem Aspekt, ob Filme durch die Spenden von Internetnutzern finanziert werden können.

Der siebte Preisträger, Arthur Maier, untersuchte für seine Abschlussarbeit, wie sich die Finanzkrise auf die Unternehmensbewertung und insbesondere auf die Bewertungsparameter der Kalküle ausgewirkt hat. Außerdem betrachtete Maier den Einfluss der Insolvenzgefahr auf den Unternehmenswert.

 

 

 

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erstellt am 27.Feb.2015 | 15:45 Uhr

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