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Neues Krankenhaus für Flensburg : Klinikum: Fokus im Westen der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zuletzt hatte die Stadt sechs Standorte näher ins Auge gefasst, einer davon flog raus - die Entscheidung soll im Oktober fallen.

shz.de von
erstellt am 01.Jul.2017 | 06:30 Uhr

Die Reihenfolge war dieses Mal ausnahmsweise umgekehrt: Der Planungsausschuss tagte am Dienstag zuerst unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Und statt nach der anberaumten halben Stunde ging es erst nach über einer Stunde öffentlich weiter. Was war so wichtig und so diskussionswürdig? Der „Zentralstandort Flensburger Krankenhäuser – Konkretisierung der Standortsuche“, wie es in der Tagesordnung heißt. Zu Gast waren Vertreter der Krankenhäuser.

Von ursprünglich 15 potenziellen Flächen für ein neues Krankenhaus sind noch sechs Standorte im Rennen – wobei ein Standort politisch nicht konsensfähig sein soll. In der Auswahl sind die Gebiete Schäferhaus Flugplatz oder Schäferhaus nördlich der B199, eine Fläche zwischen Westerallee und Wittenberger Weg, ein Standort im Marienautal, ein weiterer am Adelbyer Kirchenweg und einer im Bereich Peelwatt. Bei dem Standort, den die Politik offenbar nicht weiter verfolgen möchte, handelt es sich nach Tageblatt-Informationen um die Fläche in der Nähe des Adelbyer Kirchenwegs.

Wie berichtet, muss die Stadt bis November ein geeignetes Grundstück für ein gemeinsames Klinikum der Krankenhaus-Träger Diako und Malteser finden. „Wir brauchen zehn bis zwölf Hektar“, gab Planungschef Peter Schroeders zuletzt als eine Bedingung aus.

Die Fäden der Politik laufen bei der Oberbürgermeisterin Simone Lange zusammen. „Die Herausgabe dieser Daten gefährdet den Prozess der Suche nach einem geeigneten Grundstück enorm“, begründet sie, warum sie sich nicht zu den in Frage kommenden Standorten äußern kann und möchte, und ergänzt: „Wir sind bereits in einem sehr transparenten Verfahren, aber auch dieses hat Grenzen.“

Der SSW fuhr Ende Mai eine ganz andere Taktik und ging in die Offensive: Schon vor der Ausschusssitzung vor einem Monat brachte Ratsherr Glenn Dierking für seine Fraktion den Vorschlag ins Spiel, das Gelände des ehemaligen VfB-Nordmark am Bahnhof als Krankenhausstandort ins Auge zu fassen. Der SSW argumentierte unter anderem mit der guten Größe von 14 Hektar und der Erreichbarkeit. Doch so viel ist klar: Dieser Vorschlag kommt in der aktuell diskutierten Liste nicht mehr vor.

Die Auswahl der fünf in Frage kommenden Neubau-Standorte soll der Rat am 20. Juli bestätigen – und in der Sitzung am 12. Oktober über die finale Fläche entscheiden.

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