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Flensburger Diako und Franziskus : Klinik-Neubau: Ratspolitiker wollen Bauplanungen prüfen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Stadtverwaltung soll klären, ob die Pläne von Diako und Franziskus wirklich die beste Lösung darstellen

In der brisanten Frage, ob Flensburgs Krankenhauszukunft mit knapp 200 Millionen Euro Investition in die beiden historischen Standorte Diako (128 Millionen) und St. Franziskus (66 Millionen) die beste Lösung darstellt oder mit diesem Geld lieber ein nagelneues gemeinsames Klinikum geplant wird, bleibt der Kommunalpolitik ein entscheidender Hebel: Nur wenn die Planungs- und Ratspolitiker im Rathaus Baurecht für Diako und Malteser schaffen, können die kirchlichen Krankenhausträger mit den Fördermillionen der Landesregierung ihre Neubaupläne tatsächlich umsetzen. Nachdem die Politik mit dem Aufstellungsbeschluss den ersten Schritt zum Baurecht für die Diako bereits genehmigt hat, will die Politik nach den jüngst aus Ärzte- und Mitarbeiterkreisen vorgetragenen Argumenten für einen gemeinsamen Neubau den gleichen Schritt für das St. Franziskus-Hospital im Planungsausschuss am Dienstag kommender Woche zunächst vertagen. Das erklärte CDU-Fraktionschef Frank Markus Döring gestern nach einem Abstimmungstreffen der Fraktionschefs und Planungspolitiker vom Wochenende: „Wir sind aktuell nicht sicher, ob das, was wir gerade planen, auch die beste Lösung ist“, sagte Döring: „Das das würden wir gerne wissen.“ Deshalb soll die Verwaltung von Oberbürgermeisterin Simone Lange in einem Ergänzungsantrag abklären, ob die Planung der Krankenhäuser, für die in der vergangenen Woche Gesundheitsministerin Alheit (Malteser) und Ministerpräsident Albig (Diako) Förderbescheide des Landes überbracht hatten, wirklich schon optimal sei. Diese Bitte an die Verwaltung sei einhellige Meinung der Planungspolitiker und Fraktionsvorsitzenden. Ungeachtet dessen lobte Döring die erfolgreichen Bemühungen der Flensburger Kliniken um Mittel, um beide Häuser zukunftssicher zu machen: „Wir finden schon super, wie sich unsere Krankenhäuser engagieren.“

Ganz ähnlich äußert sich Grünen-Fraktionschefin Ellen Kittel-Wegner: „Natürlich muss man die Krankenhäuser unterstützen, aber wir brauchen die langfristig beste Lösung.“ Kittel-Wegner sagt aber auch: Natürlich solle es die Fördermittel geben, und der Aufstellungsbeschluss werde von den Grünen unterstützt: „Für solche Projekte braucht man auch Zeit.“

Unterdessen äußerte sich der Vorsitzende des Fachausschusses, Edgar Möller (SSW), kritisch zur heiß geführten Diskussion: „Die sind alle fünf Jahre zu spät dran“, sagte der Gesundheitsausschussvorsitzende. Vor zwei bis drei Jahren sei das Thema zusammen mit dem früheren Oberbürgermeister Simon Faber zuletzt geprüft worden: „Da fehlten uns schon 150 Millionen Euro.“ Natürlich sei ein gemeinsamer Neubau hilfreich für den Gesundheits- und Klinikstandort: „Alle wünschen es sich, wir kriegen es aber nicht umgesetzt“, sagt Möller. Wenn jemand das fehlende Geld für eine gemeinsame Neubauplanung auftreibe, gerne: „Ansonsten kann ich nur bitten, sich hinter die Krankenhäuser zu stellen und die Fördermittel nicht zu gefährden.“

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erstellt am 25.Apr.2017 | 05:29 Uhr

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