zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 22:14 Uhr

Glücksburg : Klimaschutz statt Strandurlaub

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Jugendliche Freiwillige aus sieben Nationen engagieren sich bei Artefact und versehen das Klimahaus mit einem Gründach.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2017 | 13:00 Uhr

Glücksburg | Aus Peking an die Ostsee: Statt zum Strandurlaub sind Freiwillige aus sieben Ländern nach Glücksburg gekommen, um im Artefact-Powerpark Gründächer anzulegen und sich über Klimaschutz auszutauschen.

Laura aus Kolumbien und Wang aus China diskutieren mit Xoan aus Galizien und Pijush aus Indien, wie der schwere Lehmboden am kräftesparendsten auf das Dach des neuen Geoklimahauses im Powerpark transportiert werden kann. Derweil organisieren Aimone aus Italien und Tam aus Malaysia den Einkauf, da sie an diesem Tag Küchendienst haben. Jingwen aus Peking und Janica aus dem Schwarzwald streichen derweil einige Stationen im Energieerlebnispark an. Auf Englisch und sonst mit Händen und Füßen läuft die interkulturelle Kommunikation.

Neben fünf bis sechs Stunden Arbeit bleibt den Teilnehmern noch Zeit für Strand und „study-part“, bei dem jeder Teilnehmer sich und sein Land vorstellt, darunter auch Umweltthemen und die teilweise schon gravierenden Auswirkungen des Klimawandels und der Luftverschmutzung auf die Lebensbedingungen. Denn das Thema Klimaschutz und konkrete Handlungsmöglichkeiten gaben die meisten als Grund an, gerade bei diesem Workcamp mitzumachen.

„Hier will ich mehr Praxiserfahrung über erneuerbare Energien sammeln. Deutschland und vor allem der Norden ist da schon viel weiter als Italien“, stellt Aimone fest, der wie einige andere Teilnehmer überlegt, nach dem Studium im Bereich Umwelttechnik oder Ähnlichem zu arbeiten. Die fast 30 Jahre Pionierarbeit des Zentrums für nachhaltige Entwicklung sind ein Fundus, den auch andere Initiativen nutzen können.

Die freiwilligen Helfer wollen nun noch den ersten Abschnitt des neuen Geoklimahauses mit einem Gründach versehen und einen großen Wasser-Hochspeicher fertigstellen, der simulieren soll, wie schleswig-holsteinischer Wind in Wasserkraft umgewandelt werden kann. Denn auch das ist eine Botschaft des Camps: „Internationale Probleme lassen sich am besten auch international lösen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen