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Flensburger Tageblatt

18. August 2017 | 07:45 Uhr

Apfel-Fahrt : Kleines, aber feines Hafenfest

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die 33. Apfel-Fahrt des Flensburger Museumshafens lockt weniger Besucher als im Vorjahr aufs Bohlwerk. Es gibt Apfel-Punsch und andere Leckereien.

Pferdeäpfel in regelmäßigen Abständen an der Hafenpromenade sind Connys und Bonjas Beiträge zur diesjährigen Apfel-Fahrt. Die Kaltblutzucht sei sein Hobby, sagt Landwirt Peter Bartelsen aus Handewitt und spannt jedes Jahr zwei andere Pferde vor seinen Karren, um Gäste vom Bohlwerk bis zur Hafenspitze zu kutschieren.

Dort auf dem hölzernen Steg am Museumshafen drängen sich am Wochenende die Flaneure zwischen den Buden, aus denen es nach Apfel-Waffeln und Apfel-Popcorn duftet, wo Saft, Punsch und auch geräucherter Fisch über den Tresen gehen. Und am Ende reicht Arved Fuchs die letzte Bratwurst vor dem Eis.

In diesem Jahr beobachtet Martin Schulz, dass weniger Besucher als im Vorjahr unterwegs seien und vermutet den kalten Sonnabend als Grund. Auf die Einnahmen sei der Verein Museumshafen Flensburg jedoch angewiesen, sagt der Geschäftsführer des notorisch klammen Zusammenschlusses. Zugleich wehrt er sich dagegen, das Fest größer, weiter aufzustellen. Der Verein ist Veranstalter der Apfel-Fahrt, die kein gewerbliches Ereignis sei, auch wenn er das Ordnungsamt davon erst überzeugen musste, berichtet Martin Schulz. „Alle stehen hier zwei Tage ehrenamtlich.“ Der laufende Betrieb des Vereins Museumshafen könne dank des Liegegelds von den Schiffen finanziert werden, doch stünden stets Ausgaben an.

Die nächste dringende Investition von rund 10 000 Euro, schätzt Schulz, erfordere der Kran am Museumshafen. Er müsse eingerüstet, das Splintholz und die darunter lebenden Organismen entfernt, der Kran gestrichen werden. „In erster Linie ist er ein Symbol, das erste, was man sieht, wenn man in den Hafen fährt“, räumt er ein. Doch sei der Kran in der Vergangenheit durchaus genutzt worden, um Masten einzusetzen oder kleine Boote ins Wasser zu heben – in den letzten fünf Jahren jedoch nicht mehr. Aus Sicherheitsgründen.

Martin Schulz, der an diesem Tag ein weißes Halstuch und Zylinder trägt, zeigt einen Fünf-Euro-Schein mit dem leicht larmoyanten Kommentar, dies seien seine heutigen Einnahmen.

Kundin Arienne Grotjohann protestiert, legt ein paar Euro-Münzen dazu und nennt den Grund, warum die Apfelfahrt ihr liebstes Hafenfest ist: „Er verkauft heiße Maroni“, sagt sie mit einem Wink zu Schulz und ergänzt, dass die Leckereien im Süden Deutschlands viel häufiger angeboten würden, hier eher selten. Die Flensburgerin, die den Bohlwerk-Bummel in Begleitung ihrer Tochter Aishe genießt, gibt zu, dass sie sämtliche Hafenfeste gern besuche. Die Apfelfahrt jedoch am liebsten, weil es ein „familiäres, kleines Flensburger Hafenfest ist“.

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 20.Okt.2013 | 19:00 Uhr

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