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Naturkundemuseum Flensburg : Kleine Fossilienfälscher im Eiszeit-Haus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Spielend lernten die Sechs- bis Neunjährigen etwas über Versteinerungen aus der Region.

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2017 | 16:57 Uhr

Was sind eigentlich Fossilien? Wie sehen sie aus? Und sind sie jetzt mindestens Tausende, Millionen oder doch nur 264 Jahre alt? Mit der Sommerferien-Aktion „Wir fälschen Fossilien“ gab das Eiszeit-Haus Kindern gestern die Möglichkeit, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Spielend lernten die Sechs- bis Neunjährigen etwas über Versteinerungen aus der Region und durften danach gleich selbst Hand anlegen. „Gerade in diesem Alter sind Kinder fasziniert von Dinosauriern. Es ist uns aber wichtig, dass sie auch Zugang zu den Fossilien aus der Flensburger Umgebung erhalten“, sagt Werner Barkemeyer. Der Leiter des Naturwissenschaftlichen Museums berichtet von einer Zeit, bevor es Menschen gab. Mit großen Augen hören die Kinder zu. Veranschaulicht werden die großen Zahlen mit Reiskörnern in Glasgefäßen.

Bevor die Fossilien „gefälscht“ werden, zeigt Barkemeyer den Kindern die Originale. Von Trilobiten über Ammoniten bis hin zu Pfeilschwanzkrebsen in den zahlreichen Vitrinen des Museums lässt sich so einiges entdecken. Nebenbei lernen die Kinder, welche Verhaltensregeln es in Museen zu beachten gibt, damit nichts von dem wertvollem Gestein zu Bruch geht.

Dann geht es endlich ans kreative Arbeiten. „Das hier ist der Gipsabdruck eines Ammoniten. Diese Tiere sind zusammen mit den Dinosauriern ausgestorben. Heute sind nur noch die Gehäuse als Versteinerung zu finden“, erklärt Barkemeyer und hält eine weiße Schnecke hoch.

Nach einer kurzen Einweisung bekommt jeder der kleinen Fälscher Schleifpapier und Tuschkasten. Dann wird losgelegt. Zuerst werden die Kanten, bei dem einen mehr, der anderen weniger sorgfältig abgeschliffen.

„Da wir nicht genau wissen, wie die Tiere damals ausgesehen haben, könnt ihr die Fossilien so anmalen, wie ihr sie euch vorstellt“, rät Barkemeyer den Kindern. Das lassen sich die fleißigen Maler nicht zweimal sagen. Nach kurzer Zeit sind die Tische voller kunterbunter Trilobiten und Ammoniten. Insgesamt nimmt jedes Kind fünf Fälschungen mit nach Hause. „Die Kinder sollen durch Aktionen wie diese einen Zugang zu Museen bekommen“, sagt der Museumsleiter.

Viele Kinder wollen auf jeden Fall bald wiederkommen. Milena (7) weiß warum: „Anmalen macht immer Spaß!“

>Nächste Aktion: Donnerstag 10 - 11 Uhr: „Wir suchen Edelsteine und Piratengold“.

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