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Flensburger Projekt : Kita-Künstler auf dem Museumsberg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kinder des ADS-Kindergarten Breedlandweg stellen noch zwei Wochen lang ihre Arbeiten aus.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2016 | 19:40 Uhr

Im Foyer des Hans-Christiansen-Hauses auf dem Museumsberg sind bis zum 8. Juli besondere Bilder zu bewundern – Bilder, die Kinder des ADS-Kindergartens Breedlandweg gemalt haben. Durch das Pilotprojekt Kindergarten im Museum hatten die kleinen Künstler die Möglichkeit, die Kunstgalerie zu erkunden. Die Idee für die Aktion hatte Kindergartenleiterin Wiebke Gertz. „Ich wollte ein neues Bildungsfenster öffnen und hab mich an die Museumsleitung gewandt. Die war sofort begeistert.“

Zusammen mit Direktor Michael Fuhr und Museumspädagogin Kirsten Piper startete das Abenteuer. Unter künstlerischer Leitung von Antje Fuchs lernten die Kita-Künstler die Örtlichkeit besser kennen. Damit sie die Kunst spielerisch entdecken konnten, sind sie mit Hilfe eines Gegenstandes auf Suche nach einem bestimmten Werk gegangen. Dieses Suchobjekt wurde zuvor betrachtet, abgetastet und besprochen. „Zum Beispiel haben die Kinder ganz viele bunte Papierschnipsel bekommen und sollten dann das Bild suchen, das all diese Farben enthält“, erklärt Antje Fuchs. Anschließend durften die Kinder sich daran versuchen, ein Kunstwerk, nach dem Künstler, selbst zu erschaffen. Insgesamt gab es bis jetzt vier Gruppen mit je zwölf Mitgliedern, die mitmachen durften. An sieben Terminen, die wöchentlich stattfanden, sind die Knirpse mit Wiebke Gertz von ihrem Kindergarten in Mürwik mit dem Bus zum Museumsberg gefahren. „Die Kleinen waren immer so begeistert“, sagt die Kindergartenleiterin. Zusätzlich ging es bei den Kursen um Farbwahrnehmung und Farbmischung. Die Kinder sollten durch das Projekt über den üblichen Tuschkasten hinaus, Ölpastellstifte, Aquarell- und Temperafarben kennen lernen. Sie durften dabei ausprobieren, was und wie sie wollten. „Es gab aber auch Grenzen“, so Antje Fuchs. „Die Kleinen sollten schon im Thema des vorher erforschten Werkes bleiben.“ Vordergründige Ziele des Projekts waren, dass die Wahrnehmungsfähigkeit und die Sprachkompetenz gestärkt werden. Außerdem fördert der Umgang mit Kunst die Motorik und die Kreativität. Auch das Sozialverhalten wird positiv beeinflusst. „Die Kinder verlieren aber auch die Scheu vor der Kunst “, sind sich Kirsten Piper und Michael Fuhr einig.

Am Ende eines Kunstkurses konnten die Drei- bis Sechsjährigen ein kleines, selbstgefertigtes Andenken mit nach Hause nehmen. Zusätzlich gab es einen Button mit der Aufschrift Museumsknirps.

Für die Finanzierung, die vorrangig für die Anreise aus Mürwik benötigt wurde, fand sich ein Spendentopf der Stadt. Nach vier teilnehmenden Gruppen ist dieser Etat jetzt fast ausgeschöpft. Aber: auch wenn die Fördermittel für dieses Ausnahmeprojekt zur Neige gehen, sind sich alle Beteiligten einig: „Wir wollen weiter machen!“ Michael Fuhr jedenfalls ist optimistisch, dass sich „hoffentlich bald“ Sponsoren finden.
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