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Munkbrarup : Kita-Kosten: Gemeindehaushalt im Minus

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Ausgaben für kulturelle und soziale Einrichtungen werden gekürzt. Die Grundsteuern werden 2018 erhöht.

Munkbrarup | Es sind Abschreibungen von mehr als einer Viertelmillion Euro, die der Gemeinde Munkbrarup die Bilanz verhageln. Der von der Gemeindevertretung auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossene Haushalt 2017 weist im Ergebnisplan Erträge von 1  530  900 Euro und Aufwendungen von 1  699  200 Euro aus. Somit ergibt sich ein Fehlbetrag von 168  300 Euro. Finanzausschussvorsitzender Nico Bahnsen räumte ein, dass es nicht gut aussehe. „Die Kindergartenkosten brechen uns das Genick, weil von oben nicht genügend dazu kommt.“

Bahnsen teilte mit, dass im Vorfeld die freiwilligen Leistungen einer kritischen Prüfung unterzogen worden seien. Die Ausgaben für kulturelle und soziale Einrichtungen würden beschränkt oder gar zurückgefahren. Zwar bleiben die Hebesätze von Grundsteuer A und B in diesem Jahr unverändert bei 320 Prozent, 2018 sollen sie aber auf 350 erhöht werden. Die Gewerbesteuer mit 380 Prozent ist davon nicht betroffen.

Angesichts der angespannten Finanzlage war sich die Gemeindevertretung einig darin, den Vertrag mit der Fahrbücherei zum Jahresende zu kündigen. 15 Nutzer mit 1071 ausgeliehenen Büchern im vergangenen Jahr rechtfertigten keine Kosten in Höhe von 3300 Euro. Das Medienverhalten habe sich einfach geändert, hieß es.

Eine längere Diskussion ergab sich um das weitere Vorgehen beim Dorfgemeinschaftshaus. Durch die Schließung der Gaststätte fehlt es an einem geeigneten Versammlungsraum. Man sei sich einig, dass man einen Ersatz benötige, erläuterte Bernd Eichmeier, Vorsitzender eines dazu eingerichteten Ausschusses. „Die Tendenz geht dahin, dass Feuerwehrgerätehaus zu erweitern. Dazu wäre eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich.“

Neun Gemeindevertreter sprachen sich schließlich grundsätzlich für eine Erweiterung aus, zwei waren dagegen. Bürgermeisterin Margrit Jebsen wurde beauftragt, Fördermöglichkeiten auszuloten. Zudem soll sie für drei unterschiedlich große Erweiterungsoptionen grobe Planungen und Kostenschätzungen einholen.

Peter Faltin vom Dorfausschuss teilte der Versammlung mit, dass die Geräuschkulisse auf dem Spielplatz, verursacht durch das abendliche Fußballspielen älterer Jugendlicher, eingedämmt werde. Das Dorffest sei für den 8. Juli geplant.

Heiner Iversen vom Umweltausschuss gab bekannt, dass der Hundefreilauf in Bockholmwik eingerichtet worden sei. Im unmittelbar benachbarten Naturschutzgebiet herrsche Leinenpflicht. Weitere Maßnahmen zur Gestaltung des Strandbereiches und auch eine Verlegung des Fördesteiges hingen von einer möglichen Erweiterung des Campingplatzes ab.

Als Mitglied des Kindergartenausschusses kündigte Iversen eine Erhöhung der Elternbeiträge ab August an. Der Regelsatz für über dreijährige Kinder (Ü3) steige bei fünfstündiger Betreuung um 15 auf 130 Euro und für U3-Kinder um 50 auf 230 Euro. Ebenfalls angehoben werden die Beiträge für Verlängerungszeiten. Es gebe allerdings auch eine soziale Staffelung.

Die Bürgermeisterin wies schließlich darauf hin, dass sich nach dem Verkauf des Markttreffs der bisher öffentlich nutzbare Parkplatz daneben nun ebenfalls in privater Hand befinde. Eingangs hatte sie nach dem Wegzug von Detlef Leitenberger Margrit Mohrbach als Nachrückerin von der SPD-Liste in ihr Amt als neue Gemeindevertreterin eingeführt.

Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung erteilte die Gemeindevertretung einen Auftrag zur Entschlammung des Klärteiches. Ihre Zustimmung gab sie auch zum gemeinsamen Betrieb eines Bauhofes mit der Nachbargemeinde Wees.


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