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Neue Alarmanlage : Kinderhaus: Einbrecher ohne Chance

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburger Sicherheitsfirma spendiert dem Familienzentrum an der Marientreppe eine hochwertige Alarmanlage

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2014 | 08:58 Uhr

Die Kinder geschockt, Eltern und Erzieher entsetzt. Zweimal in nur fünf Monaten haben Einbrecher das Kinderhaus an der Marientreppe heimgesucht, gewaltsam sind sie über schwer einsehbare Zugangswege in das Gebäude eingedrungen. Laptop und Beamer nahmen die Täter mit, zurück ließen sie erhebliche Sachschäden: Fenster und Türen wurden zerstört, Schränke durchwühlt.

Bereits in den Jahren zuvor war das Außengelände mit Spielgeräten verwüstet, der Schuppen aufgebrochen worden. „Die ersten Einbrüche gab es bereits 2001 und 2002“, erinnert sich Vorstandsmitglied Lore Seeger. „Und in den Folgejahren wurden noch fünf Mal Scheiben eingeworfen.

Nun hat das Familienzentrum des Deutschen Kinderschutzbundes den sinnlosen Übergriffen einen Riegel vorgeschoben. Nach einem Bericht unserer Zeitung über die steigende Zahl ungebetener Gäste erklärte sich das Meesenburg Sicherheitszentrum spontan bereit, der Einrichtung eine hochwertige Alarmanlage zu schenken, die das Areal nun flächendeckend sichert. Ilva Dethleffsen, Geschäftsführerin der Flensburger Firma, ist natürlich bekannt, dass Einbrecher ihr Augenmerk bevorzugt auf Wohnungen und Häuser legen. „Doch auch sozialen Einrichtungen begegnen sie skrupellos“, sagt sie verständnislos, „obwohl die Aussicht auf fette Beute hier doch am geringsten ist.“

Zwei Techniker haben gestern ihre Arbeit aufgenommen und sind noch bis heute damit beschäftigt, die Funkalarm-Anlage (mit Sirene und Bewegungsmeldern) zu installieren und in Betrieb zu nehmen. „Die Fluchtwege werden hier lückenlos überwacht“, erläutert Monteur Dennis Pienack, um schmunzelnd hinzuzufügen: „Dass wir die Geräte versteckt angebracht haben, versteht sich von selbst.“

Im Falle eines erneuten Einbruchsversuchs wird via Telefonanlage eine Nachricht entweder auf einen privaten Anschluss oder einen nahe gelegenen Wachdienst geleitet. „Wir freuen uns“, sagt Ilva Dethleffsen, „mit dieser Spende das Kinderhaus unterstützen zu können.“

Wie wichtig die Maßnahme ist, zeigt das Verhalten der etwa 70 hier betreuten Kinder, die nach den Einbrüchen sehr verstört reagiert hatten. „Der Hort ist für sie ein Ort der absoluten Sicherheit“, erklärt Maira Alfeis, Sozialpädagogin im Leitungsteam. Die Tatsache, dass jemand so unvermittelt und wiederholt in diesen geschützten Raum eingedrungen ist, hat die Kleinen stark verunsichert. Sie haben die Erzieher anschließend mit Fragen überschüttet. Die am häufigsten gestellte reflektiert ihre größte Angst: „Werden sie wiederkommen?“ Und wenn ja – wann?

 

 

 

 

 

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